| »SCHULE MACHEN« – LUXEMBURG 2/2021 im Druck

September 2021

Für Kinder und Jugendliche ist Schule ein wichtiger Teil des Alltags: Freund*innen, Liebeskummer, Stress mit den Eltern. Auch die großen Fragen spielen hier eine Rolle: Was wird aus meiner Zukunft? Was ist los mit dem Klima? Warum bin ich »Förderkind« oder meine Schule ein »Brennpunkt«? Und warum fühle ich mich hier so häufig fehl am Platz? Oft ist Schule mühevoll und einschüchternd, eher Lernfabrik als Lebensraum. In kaum einem Land entscheidet die soziale Herkunft so sehr über den Bildungsweg wie in Deutschland. Wenn Schulen auch noch in einem Leistungswettbewerb stehen, erscheinen Kinder, die schlechtere Startbedingungen haben, als »Problem«.
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| Bildung und gesellschaftliche Arbeitsteilung – Warum Bildungsgerechtigkeit das Problem nicht löst

September 2021
Von Alex Demirović

Stell dir vor, alle könnten Abitur machen. Wie würde dann entschieden, wer welche Jobs übernimmt? Aus sozialistischer Perspektive muss Bildungsgerechtigkeit mit der Frage nach einer demokratischen Teilung der Arbeit verbunden werden.


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| Bildung für alle? − Wieso eigentlich nicht?

September 2021
Von Oliver Brüchert

Das Bildungssystem funktioniert vermeintlich leistungsorientiert. Tatsächlich hängt der Zugang von der sozialen Herkunft ab. Bildung als soziale Infrastruktur zu entwerfen, würde Freiräume öffnen, nicht nur für Kinder.


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| Lebensraum statt Lernfabrik. Was für eine Schule wollen Schüler*innen?

September 2021
Von Julius van den Burg

Ihr vertretet die Interessen von Schüler*innen in Nordrhein-Westfalen. Zuletzt habt ihr laute Kritik am Umgang der Landesregierung mit der Pandemie geübt. Warum?

Das Problem ist die Prioritätensetzung. Für die Regierung standen vor allem wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Die kleinen Kinder sollten betreut werden, damit ihre Eltern zur Arbeit gehen können. Und in den Schulen sollen weiterhin Noten vergeben und Klausuren geschrieben werden, um uns fit zu machen für den Arbeitsmarkt. Was völlig außer Acht gelassen wurde, war die psychische Belastung der Schüler*innen durch die Isolation. Es zählten nur die Prüfungen.
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| Merkel 2.0 – Kampf um die Mitte

September 2021
von Janis Ehling

Wer beerbt Angela Merkel? Diese Frage machte die Bundestagswahl zur Kanzlerwahl. Für eine echte Polarisierung standen sich Armin Laschet, Analena Baerbock und Olaf Scholz inhaltlich zu nah. Spätestens seit dem Zeitpunkt als sich Laschet gegen Friedrich Merz durchsetzte, steuerte das Land auf eine Regierung Merkel 2.0 zu. Ähnlich wie Merkel kämpften alle drei Parteien um die Mitte. Mit Scholz wurde der inhaltlich zurückhaltendste Kandidat gewählt, der Merkels Nullaussagen-Politik kopierte und damit gut fuhr. Er profitierte zugleich von Laschets Stolpereien und dem beispiellosen Absturz der CDU. Für die Grünen war der Kampf um das Kanzleramt schlicht eine Nummer zu groß.
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Sozial-Ökologie »

| Wehtu-Frage: Sind CO2-Preise Teufelszeug?

Von Uwe Witt

CO2-Preise polarisieren. Während manche darin ein Allheilmittel sehen, werden sie in linken Kreisen oft als sozial ungerecht abgelehnt. Doch so einfach ist es nicht.

Wer in den 1990er Jahren irgendetwas mit Ökologie am Hut hatte, zitierte irgendwann den Klassiker »Die Preise müssen die ökologische Wahrheit sagen.« Damit wollte Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker angesichts der wachsenden Umweltprobleme klarmachen, dass die Kosten von Umweltschäden endlich Eingang in die betriebliche Kalkulation finden müssen, unter anderem über die Einführung von Ökosteuern. Heute dagegen scheint Weizsäckers Maxime bei mancher*m Linken Teufelszeug.
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| Paradigmenwechsel in der Industriepolitik?! Strategische Konsequenzen für den sozial-ökologischen Umbau

Von Etienne Schneider

Wir können uns „nicht auf der vermeintlichen Gewissheit ausruhen, dass unser Modell einer […] liberalen und sozialen Marktwirtschaft gegenüber dem chinesischen System langfristig gesamtwirtschaftliche Vorteile mit sich bringt“.
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Class & Care »

| »Unendlich recycelbare Mythen«. Zu den politischen Herausforderungen reproduktiver Gerechtigkeit

Von Susanne Schultz

Kämpfe um sexuelle Selbstbestimmung betonen die individuelle Entscheidungsfreiheit. Nicht selten geraten gesellschaftliche Machtverhältnisse aus dem Blick. Das Konzept reproduktiver Gerechtigkeit ermöglicht neue strategische Perspektiven und Allianzen.

In den letzten Jahren ist immer öfter von reproduktiver Gerechtigkeit die Rede, wenn es um soziale Ungleichheit im Zusammenhang mit Kinderbekommen geht. Das Konzept der Reproductive Justice wurde 1994 von Schwarzen Feministinnen in den USA entwickelt und ist inzwischen weltweit ein Bezugsrahmen für feministische Bewegungen, die Fragen von Mutter- beziehungsweise Elternschaft herrschafts- und machtkritisch angehen wollen.
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