Dieter Klein
Dieter Klein ist Ökonom – gegenwärtig forscht er zu Fragen der doppelten Transformation: im Kapitalismus und über ihn hinaus. Zwischen 1964 und 1977 war er Direktor des Instituts für Politische Ökonomie an der Humboldt-Universität, danach deren Prorektor für Gesellschaftswissenschaften. In den 1980er Jahren engagierte er sich – auch über die Systemgrenze hinweg – für den Aufbau einer multidisziplinären Friedensforschung. Nach der Wende war er an der Gründung der PDS und der Rosa-Luxemburg-Stiftung beteiligt, wo er als Senior Fellow am Institut für Gesellschaftsanalyse arbeitet.
Verschiebt ein Euro-Ausstieg die Kräfteverhältnisse nach links?
Seit Jahren dauert, verflochten mit anderen Krisen, eine Bankenkrise an. Die kapitalistischen Ausbeutungs- und Ungleichheitsverhältnisse haben zu extremer Konzentration von Finanzvermögen in Höhe von 42,7 Billionen Dollar (2010) bei den Superreichen der Welt geführt. Die Banken und Investmentfonds fanden für diese Assets keine den hohen Profitansprüchen gemäßen Möglichkeiten produktiver Kapitalanlagen. Spekulationsblasen auf den Finanzmärkten entstanden und mündeten in eine Finanzkrise.



