Klaus Lederer ist Rechtsanwalt und seit 2016 stellvertretender Bürgermeister von Berlin sowie Senator für Kultur und Europa. Neben Aktivitäten im außerparlamentarischen Raum ist er seit 2003 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, seit 2005 Landesvorsitzender der LINKEN in Berlin und seit 2012 Mitglied im Parteivorstand. Ihn interessieren neben anderen Themen vor allem Fragen sozialistischer Geschichte und Strategiebildung.
Es stimmt: Die weitere Parteientwicklung muss mit einer Diskussion um deren strategische Orientierung verbunden werden. Nur durch »verankern, verbreiten, verbinden« (Kipping/Riexinger 2013) kann die LINKE politisch attraktiver und stärker werden: an Mitgliedern, WählerInnen und politischer Substanz, aber letztlich – und das ist entscheidend – in ihrer politischen Durchsetzungsfähigkeit. Die Frage ist, ob der in dem Papier von den Parteivorsitzenden gewählte Ansatz umstandslos geeignet ist, dieses Ziel zu erreichen. Wir haben da einige Fragen und Bedenken, die wir – anhand von ausgewählten Handlungsfeldern – zur Diskussion stellen wollen.