| »Ich schneide die Gurke genauso wie meine Kolleg*innen.« Gleicher Tarif für gleiche Arbeit

Gepspräch mit Jenniffer Lange

Die Beschäftigten der Töchter der Vivantes Kliniken in Berlin sind streikbereit: 98,8 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder haben in der Urabstimmung für einen sogenannten Erzwingungsstreik votiert, um endlich der Forderung eines „TVöD für alle“ Nachdruck zu verleihen. Du hast auf der Pressekonferenz gesagt, dass ihr nicht streiken wollt, sondern müsst. Warum?
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| Wir sind die Gewerkschaft!

Von David Wetzel

Die Beschäftigten der landeseigenen Krankenhäuser in Berlin standen Anfang der Woche im Warnstreik, nachdem ein 100-Tage Ultimatum ausgelaufen war, in dem sie Entlastung und einen Tarifvertrag für alle fordern. Ein Gespräch mit David Wetzel über Selbstorganisierung und Machtaufbau in dieser Auseinandersetzung.
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| »Am politischen Widerstand gescheitert«

Interview mit Grit Genster

Warum die gesetzliche Personalbemessung in der Krankenpflege in dieser Legislatur scheitert und dennoch notwendig ist

Seit Jahren fehlt es in den Krankenhäusern an Pflegekräften. Zeitdruck, Stress und Erschöpfung sind Alltag für die Beschäftigten, die dagegen immer wieder mit Streiks und Tarifkämpfen vorgehen. Gestritten wird neben tariflichen Regelungen zur Entlastung auch um eine gesetzliche Regelung für eine angemessene Personalausstattung (vgl. LuXemburg Online, März 2020).
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| Von R wie Rettungspakete zu R wie Rekommunalisierung

Von Julia Dück

Gegen die Polarisierung von Krisengewinnern und Krisenverlierern im Krankenhaussektor hilft nur Rekommunalisierung und kostendeckende Finanzierung.

Ein Jahr Corona-Pandemie, mitten in der dritten Welle, drei Rettungspakete: Die letzten Monate standen im Zeichen der Krisenfinanzierung. Nicht nur Gastronomie, Kultureinrichtungen oder die Reisebranche, auch Krankenhäuser bangen um ihr Überleben. Und dies mitten in der Pandemie, in der, so sollte man eigentlich meinen, alle Kapazitäten gebraucht würden.
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| Online-Dossier Corona: Schutzschirm für die Menschen


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| Resilienz, Demokratie und der »Sprung nach vorn«

Horst Kahrs und Thomas Falkner

„Resilienz“ hat in den vergangenen Jahren Eingang in die Publikationen diverser internationaler Organisationen wie der Europäischen Union oder der OECD gefunden. Wohl auch deshalb gilt „Resilienz“ hier und da als „Schlüssel neoliberaler Krisenbearbeitung“ (Felix Syrovatka) bzw. als „ein grundsätzlich konservatives Konzept“ (Stefanie Graefe). Wir widersprechen in unserer Studie dieser Wertung und halten es für sinnvoll und geboten, auch von linker Seite in den öffentlichen Diskurs über „Resilienz in der Pandemie“ zu intervenieren.
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| Reichtum des Öffentlichen

Von Mario Candeias, Barbara Fried, Hannah Schurian, Eva Völpel und Moritz Warnke

Infrastruktursozialismus oder: Warum kollektiver Konsum glücklich macht

Die Corona-Pandemie hat einmal mehr die extrem ungleichen Zugänge, Lebenschancen und Konsummöglichkeiten im globalen Kapitalismus offengelegt. Sie zeigt, dass elementare Bedürfnisse krisenfest abgesichert sein müssen, von der Gesundheitsversorgung über die Bildung bis zum Wohnen. Zugleich stehen beinharte Auseinandersetzungen um die Verteilung der Kosten der Krise bevor. Die Unternehmen versuchen, ihre Verluste zu sozialisieren. Nach den öffentlichen Schulden drohen eine Neuauflage von Austeritätspolitiken ebenso wie neue Angriffe der Arbeitgeberseite.
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| Wie geht Sozialstaat feministisch?

Von Sabine Skubsch

Feministischen Bewegungen ist es über viele Jahrzehnte hinweg gelungen, die ungerechte Verteilung von Sorgearbeit gesellschaftlich zum Thema zu machen. Spätestens mit der Coronakrise ist diese Frage auch im medialen Mainstream angelangt. Wie eine solche Umverteilung von Care-Arbeit zu erreichen wäre, dazu werden in linken Debatten unterschiedliche Ansätze diskutiert – vom bedingungslosen Grundeinkommen über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und Arbeitszeitverkürzung, sozial- und familienpolitische Maßnahmen oder einen Ausbau sozialer Infrastrukturen. Was ist aus feministischer Sicht zentral? Und was muss verändert werden, damit Sorgearbeit genauso wertgeschätzt wird, wie die Güterproduktion und der Erwerbsarbeit nicht länger nachgeordnet wird?
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| »Meine Beiträge sind keine Dividenden« – Gespräch über eine bedarfsgerechte Finanzierung der Krankenhäuser

Mit Dana Lützkendorf,  Kalle Kunkel und Harald Weinberg

Die Corona-Krise hat die Probleme des derzeitigen Gesundheitssystems deutlich zutage treten lassen, aber auch ein paar Spielräume für Veränderung geöffnet. Eines der wichtigsten Themen ist die Krankenhausfinanzierung. Derzeit läuft sie über ein System von Fallpauschalen, sogenannte DRG, die für den permanenten Kostendruck in den Kliniken verantwortlich sind. Nun hat sogar die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) gefordert, diese bis Ende des Jahres auszusetzen, damit die Krankenhäuser nicht auf den Kosten der Krise sitzen bleiben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat das zwar anders entschieden, aber kommt nicht trotzdem etwas Bewegung in diese Frage? Und wie schätzt ihr die Kräfteverhältnisse diesbezüglich ein?
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| Gegen Präventionsmüdigkeit hilft nur Beteiligung

Gespräch mit Raimund Geene über Public Health und Prävention in der Pandemie

In der Coronakrise ist die Frage der staatlichen Gesundheitspolitik von besonderer Bedeutung. Im Fokus der Debatte um Prävention gegen eine Ansteckung mit Covid-19 steht die Perspektive der Virolog*innen. Doch diese bespricht nur einen Ausschnitt öffentlicher Gesundheit. Wie ein allumfassendes Konzept von „Public Health“ den Blick in der Coronakrise weiten kann, fragten wir Raimund Geene.

In der Coronakrise reden plötzlich alle von öffentlicher Gesundheit. Allerdings ist unklar, was damit gemeint ist, jenseits einer Kontrolle der Coronainfektionen. Du bist Vertreter eines „Public Health“-Ansatzes. Was bedeutet öffentliche Gesundheit aus dieser Perspektive?
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