Tine Haubner
Tine Haubner kommt aus Thüringen und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Politische Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität. Sie forscht zu den Rändern der BRD-Arbeitsgesellschaft, dem Wandel des Wohlfahrtsstaats, Reproduktionsarbeit und sozialer Ungleichheit. Aktuell leitet sie ein Projekt zu ländlicher Armut in Ost- und Westdeutschland.
Zu Tode aktiviert
»Fordern bedeutet, […] die Kultur spezifischer Milieus aufzubrechen. […] Nicht auszuschließen ist die Möglichkeit, dass Hilfesuchende sich in ihrer Situation ‚eingerichtet‘, sich mit ihr arrangiert haben. Oft reicht also ein gutes Angebot nicht, um Menschen zu verlocken, ihre gewohnte Lebensweise aufzugeben ─ und öfter noch sind Angebote auch wenig verlockend. Ein gewisses Maß an Druck und Zwang kann also durchaus einen Effekt haben, Leute in Bewegung zu bringen und Entwicklung in Gang zu setzen, […] und diese Haltung verlangt eine sozialpolitische Setzung von oben.« (Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen 2003)

