Sabine Reiner bewegt sich trittsicher in der linken Männerdomäne der Ökonomie: Sie ist Leiterin der Abteilung Wirtschaftspolitik bei ver.di. Davor war die promovierte Politologin Referentin in der Rosa-Luxemburg-Stiftung, deren stellvertretende Vorsitzende sie seit Ende 2012 ist. An der Konzeption des Kongresses »Umverteilen. Macht. Gerechtigkeit« war sie maßgeblich beteiligt.
»Gerecht geht anders!« – unter diesem Motto führt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di gegenwärtig bundesweit Aktionswochen gegen die soziale Schieflage der Politik durch.1 Auch andere Gewerkschaften und Bündnispartner werben wie ver.di für einen Kurswechsel – für Alternativen zu sozialem Kahlschlag, zur Rente mit 67, zu Kopfpauschale und Klassenmedizin. Ein Schwerpunkt der ver.di-Kampagne ist die desaströse Finanzsituation der Kommunen, sind »Städte und Gemeinden in Not«.