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Jan Schlemermeyer

Jan Schlemermeyer ist Politikwissenschaftler, lebt in Frankfurt und ist u.a. bei Blockupy aktiv. Er ist Mitautor eines Bandes zu Geschichte und Organisierung der Antifa (theorie.org) und arbeitet derzeit an seiner Promotion zum Thema "Linke Bündnispolitiken im Postfordismus".

Parteien

SPD: Politikwechsel? Perspektivisch

Die Sozialdemokratisierung der SPD kann der Auftakt für einen Politikwechsel im Bund sein – und ist eine Chance für die LINKE Die Wahl der neuen Vorsitzenden und die Entscheidungen auf ihrem Parteitag im Dezember zeigen: Die Stimmung in der SPD hat sich programmatisch in Richtung klassisch sozialdemokratischer Politik gedreht. Machtpolitisch gibt es einen faktischen Deal: Das Parteiestablishment um Ministerpräsidenten, Bundesminister und die Mehrheit der Bundestagsfraktion nimmt die neue Führung von links (vorerst) hin, dafür bleibt die SPD in der Bundesregierung und die Agenda-Vertreter*innen behalten mehrheitlich ihre Posten.

Die LINKE

Die LINKE: Mehr als Arbeit und Sozialstaat!

Im Parteientwicklungspapier von Katja Kipping und Bernd Riexinger werden zur strategischen Neuausrichtung der LINKEN eine Menge richtiger Vorschläge gemacht und wichtige Ansatzpunkte benannt. Zusammen gefasst laufen diese auf das Konzept einer »verbindenden Partei« (Kipping/Riexinger 2013, 10) hinaus. Das meint, dass sich die Partei jenseits von traditionalistischen Alleinvertretungsansprüchen praktisch als ein Teil der Mosaiklinken begreift und inhaltlich für einen sozial-ökologischen Politikwechsel mit Transformationsperspektive einsteht. Damit unterscheidet sich diese Entwicklungsperspektive von allen – im Kontext der Partei leider immer noch oft als besonders links apostrophierten – romantischen Avantgardevorstellungen, die in sozialen Auseinandersetzungen »die politische Führung« (marx21-Netzwerk 2013) übernehmen wollen.

LUXEMBURG — Gesellschaftsanalyse und linke Praxis ist das Diskussionsorgan einer pluralen Linken und sucht nach Wegen zu einer sozialistischen Transformation. Die Zeitschrift bringt linke Analysen und Strategien zusammen, jenseits der Trennung von Strömungen und Schulen, von Politik, Ökonomie und Kultur. Uns interessiert die Verbindung von Theorie und Praxis, von alltäglichen Kämpfen und großen Alternativen. Was tun – und wer tut es? Die Zeitschrift wird herausgegeben von der Rosa-Luxemburg-Stiftung und erscheint kostenfrei dreimal im Jahr. 

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