Didier Eribons Buch wird zum Phänomen, er weckt massenhafte Aufmerksamkeit in Berlin und an anderen Orten. Es liegt vermutlich daran, dass er im Stile eines Coming out aktuelle Brucherfahrungen ausspricht, die sich auf das Proletariat, auf faschistische Potentiale und schließlich seine eigene Identitätsfindung beziehen, als Arbeiterkind, bekennender Schwuler und französischer Intellektueller in scheinbar postmarxistischen Zeiten. Der Essay ist persönlich, hautnah, gut geschrieben, direkt und trifft den Nerv der Zeit. Der wichtige Bezug auf Sartre, der autobiographische Ansatz, die intellektuelle Selbstbeschreibung,