Umverteilung ist wesentliche Voraussetzung eines linken Projekts. Und doch verfangen Umverteilungskampagnen kaum. Liegt es an der Oben-unten-Logik, dass so wenige mitmachen? Ist es die passivierende Ansprache, die mit der Forderung von oben nach unten umzuverteilen verbunden ist? Und wie könnten Bündnisse aussehen, die diese Logik überwinden, die Umverteilungsfragen mit Transformationsfragen verschränken?LuXemburg 2/2013fragt nach Kräfteverhältnissen und Konstellationen, die Einstiege in einen solchen Umbau öffnen können: Wie kann der vermeintliche Gegensatz zwischen ökologischem Wandel und sozialer Frage überwunden werden? Wie die Spaltung zwischen gewerkschaftlichen Forderungen nach höheren Löhnen und einer Kritik am herrschenden Wachstumsmodell?Mit Beiträgen vonUeli Mäder | Thomas Gebauer | Sabine Reiner |Horst Kahrs | Joseph E. Stiglitz | Ulrich Schachtschneider | Christa Wichterich | Katja Kipping | Mimmo Porcaro | Nancy Fraser | Frigga Haug | Dieter Boris | Klaus Meschkat u.a.Juli 2013, VSA Verlag, 160 Seiten, 10 EuroDie gesamte Ausgabe als pdf hierInhaltsverzeichnisUmverteilen?Horst Kahrs Umverteilen und neu verteilenInterview mit VertreterInnen von ver.di, medico international, der LINKEN, attac, der Interventionistischen Linken und Alex DemirovićKampagne UmFAIRteilen – eine BilanzJoseph E. Stiglitz Ungleichheit erstickt ErholungUmverteiltSabine Reiner Rückverteilen!Ute Scheub und Yvonne Kuschel BeschissatlasUeli Mäder Almosen, nein danke!UmfairteilenThomas GebauerGesundheit für alleThomas GehrigSoziale Infrastruktur statt Grundeinkommen?Ulrich Schachtschneider vs. Mario Candeias KONTROVERS: Ökologisches GrundeinkommenMatthias BirkwaldMeine Oma hat nen Minijob bei AldiAxel Troost, Christoph Sauer und Phillip Hersel Mit Steuern umsteuernAntje Schrupp vs. Katrin Mohr KONTROVERS: Ehegattensplitting 2.0Thomas BöhmDer Druck muss rausChrista WichterichDen Wachstumsimperativ unterbrechenKatja KippingÖkonomie der ZeitEuro-Exit?Michael Brie Die Macht der SchwachenFrederic Heine und Thomas Sablowski Der deutsche Machtblock in der europäischen KriseSozialismus & FeminismusDieter Boris vs. Klaus MeschkatKONTROVERS: Sozialismus des 21. JahrhundertsFrigga HaugHerrschaft als Knoten denkenNancy Fraser DreifachbewegungFotostreckeTürkei - #occupygeziRe:OrganisierenMimmo Porcaro OCCUPY-LENIN-DEBATTE: KunststückeMatthias NeumannArbeiten im SupermarktAbahlali (Südafrika)INTERVIEW: »Wir wollen eine Transformation von unten!«LuXemburg-OnlineONLINE-DOSSIER: Euro-Exit? Mit Texten von Heiner Flassbeck, Bernd Riexinger, Steffen Lehndorff, Marica Frangakis, Dieter Klein, Julian Müller, u.a.Etienne SchneiderKrisenkosten zurückdrängen! Das europäische KrisenregimePaul KrugmanUngleichheit und Wiederaufschwung – Einwände gegen Joseph E. StiglitzHans-Jürgen Arlt und Wolfgang StorzDie Angst des Journalismus vor der sozialen KluftHelge Meves Umverteilen sozialdemokratischWaltraud Wolff, Sabine Leidig und Herrman OttWohlstand von links? Bilanz der Enquetekommission. Ein GesprächPetra Sitte und Halina Wawzyniak Was hat die Digitalisierung mit linker Politik zu tun?Marica FrangakisInequality and redistribution in the Greek crisis#occupygeziCihan TugalDie Grenzen des neoliberalen Aufstiegs der TürkeiTimur Hammond und Elizabeth AngellIst Taksim überall? Öffentlicher Raum und mögliche Öffentlichkeiten
Meine Oma hat nen Minijob bei Aldi
»Wir versaufen unsrer Oma ihr klein Häuschen und die erste und die zweite Hypothek« wollte Robert Steidl es im Kölner Karneval 1922 von den Gassenwänden widerhallen hören. Damit hatte er den Jahrhundertschlager komponiert Von Kurt Tucholsky wurden wir in seiner Analyse glücklicherweise darüber aufgeklärt, dass »die Hypothek selbst ja eine Schuld ist, die man unmöglich vertrinken kann – meint er doch wahrscheinlich die für die eingetragene Hypothek als Darlehn gegebene Summe, die der Schuldner oder die Schuldnerin in leichtfertiger Weise verbraucht.« (Panter 1922, 623)



