| Die Sehnsucht nach der Stadt und die Furcht vor der Nicht-Stadt. Science-Fiction und urbane Realität

Städte sind ein zentrales Element von Science-Fiction, insbesondere im Film. Es sind Orte dunkler Faszination und spektakulärer Ästhetik. Manchmal ist die Stadt der Schauplatz von autoritärer Kontrolle und sozialem Zusammenbruch. Dann wieder ist sie eine Maschine der Veränderung, eine Fabrik der Kreativität und Subversion, eröffnet neue Möglichkeiten. Aber immer ist die Stadt der Ort, wo man sein muss, wo »es« passiert.
| mehr »

| Hilfe, die Berater kommen!?

Zum Einfluss von Beratungsunternehmen auf die Stadtentwicklungspolitik

Du gehst der Frage nach, wie Beratungskonzerne heute die Stadtentwicklungspolitik beeinflussen. Welche Städte hast du beforscht und wie gehen die Konzerne dort vor?

Ich habe mich intensiv mit den Städten Dortmund, Hamburg, Berlin, Essen, Halle an der Saale und Goslar/Osterode auseinandergesetzt. Dort habe ich jeweils untersucht, welche strategischen Entscheidungen für die Stadtentwicklung mit Hilfe der Unternehmen McKinsey und Roland Berger getroffen wurden. Dafür habe ich jeweils mit den Beratern (in dem Fall ausschließlich Männer), den Politiker*innen, Personen aus der Verwaltung und Kritiker*innen gesprochen.
| mehr »

| Risse in der Festung. Wie solidarische Städte in der Praxis funktionieren

In Europa wachsen die Bewegungen der Städte des Willkommens, der Zuflucht und Solidarität. Zivilgesellschaftliche Gruppen und städtische Politiker*innen widersetzen sich so den wachsenden Restriktionen europäischer und nationaler Grenz- und Migrationspolitiken. Zugleich entwickeln sie konkrete lokale Politiken zum Schutz oder zur sozialen Teilhabe von Menschen mit prekärem Aufenthaltsstatus und bilden diskursive Gegenpole zum europaweiten Aufstieg rechter Parteien, welche die Abschottung der Grenzen sowie die Kriminalisierung von Migrant*innen vorantreiben.
| mehr »

| »Meine ›Heimat‹ ist dort, wo ich bleiben will«

Gespräch über Stadtbürgerschaft und inklusive Flüchtlingspolitik in Palermo

Wenn wir über das epochale Phänomen der Migration sprechen: Lohnt es, mit Palermo anzufangen?

Ja. Palermo ist eigentlich keine europäische Stadt, sondern eine Metropole des Nahen Ostens in Europa. Es ist als »Stadt der Migrant*innen« entstanden. Kürzlich hat die UNESCO Palermo wegen seiner arabisch-normannischen Traditionen zum Weltkulturerbe erklärt. Die Araber und die Normannen haben sich bis aufs Messer bekriegt – hier jedoch sind ihre Kulturen miteinander verschmolzen. Außerdem ist die hiesige Geschichte eng mit dem Jahr 1492 verbunden. Es markiert die Eroberung Amerikas, die Vertreibung der Jüd*innen und Muslim*innen aus Spanien, den Tod des florentiner Stadtherrn Lorenzo il Magnificos und das Ende der Renaissance. Aus dem ›Weltmeer‹ Mittelmeer wurde ein Binnensee mit Randlage. All das spiegelt sich in unserer Architektur und unserem Lebensstil wider.
| mehr »

| »sanctuary cities sind in Deutschland nicht utopisch«

Gespräch über kommunale Spielräume für eine Politik des Willkommens

Seit einigen Jahren sammeln sich weltweit migrationspolitische Initiativen unter der Überschrift »Städte der Zuflucht« oder auch »Sanctuary Cities«. Was genau ist damit gemeint?


| mehr »