| »Das Geschäftsmodell der Immobilienkonzerne basiert auf der Enteignung der Mieter*innen«

Immobilienriesen wie Vonovia und Deutsche Wohnen sind in aller Munde. Warum sind sie eigentlich schlimmer als andere private Wohnungsunternehmen und warum sollten wir uns gerade mit ihnen anlegen?

Der Unterschied ist, dass die börsennotierten Immobilienkonzerne kapitalmarktorientiert sind. Sie sind also nicht nur damit beschäftigt, das eigene Vermögen zu bewahren oder zu mehren. Ihr Hauptgeschäft besteht darin, einer internationalen Kundschaft von Finanzinvestoren Aktien und Anleihen anzubieten, die lukrativer oder sicherer erscheinen als die Anlagen der Konkurrenz, zum Beispiel Staatsanleihen.
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| Die Absahner. Wie Investmentfonds die Finanzialisierung des Wohnens vorantreiben

Wenn im Immobilienbereich über gnadenlose Profitmaximierung, hohe Managergehälter und überhöhte Renditen gesprochen wird, liegt der Fokus meistens auf den börsennotierten Wohnungsunternehmen. Share Deals zur Vermeidung von Grunderwerbssteuer werden immer wieder als Symbol für ein ungerechtes Steuersystem genannt. Und bei Geldwäsche denken
viele Politiker*innen, Journalist*innen und ihre Leser*innen an die Geldkoffer der italienischen Mafia. Ein Akteur wird dabei oft übersehen: die Immobilienfonds und Vermögensverwalter.
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| Äcker als Asset. Die Finanzialisierung der Landwirtschaft

Finanzinvestoren entdecken die Landwirtschaft

Im Mai 2012 startete die Teachers Insurance and Annuity Association (TIAA), einer der größten Finanzdienstleister der USA mit einem verwalteten Vermögen von fast einer Billion US-Dollar, ein neues Investmentvehikel: Global Agriculture LLC. Über diesen Fond sollten zwei Milliarden US-Dollar in Agrarland in Brasilien, Australien, Osteuropa und den USA investiert werden. TIAA öffnete diesen Fond auch für andere Pensionskassen, die weit weniger Expertise auf diesem Feld haben. Im August 2015 verkündete TIAA, dass weitere drei Milliarden US-Dollar für die neue Investmentplattform Global Agriculture II LLC eingesammelt worden seien. Diesmal waren 20 weitere Investoren mit an Bord.
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