| Of Energy Struggles, Energy Transitions and Energy Democracy[1]

Foto: tjschloss/flickr

Abstract: Germany’s Energiewende, its comparatively rapid and multi-scalar move towards a more renewable energy system, is the subject of much international scrutiny and discussion. Within Germany, it has become clear that there are two paths that can be taken in this expansion of renewable energies: one that leads to large-scale installations (Desertec, off-shore windparks) under the continued control of the big energy companies; one that leads to an increasingly decentralised, increasingly democratic and socially responsive energy sector. In this paper, I try to analyse the contribution that social struggles ‘from below’ can make in this process, to what extent they can coalesce into a broader struggle for ‘energy democracy’.
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| Plan B? Ökologie für Alle!

Zukunft Nr. 1: »Berlin im Winter 2050. Erkältungswellen und Grippeepidemien als Folgen der durch die Energie- und Wärmerationierungen verursachten unzureichenden Heizmöglichkeiten […] bei gleichzeitig eisigen Außentemperaturen sowie der für die Mehrheit der Bevölkerung kaum mehr erschwingliche Kraftfahrzeugverkehr haben zu massiver Unzufriedenheit in weiten Teilen Deutschlands geführt. Folge sind gewalttätige Ausschreitungen und Demonstrationen. [Die Regierung ist] gewarnt durch die ›ProMobilitätsbewegung‹ aus dem Jahre 2048, in der es einer breit organisierten Bürgerinitiative gelungen war, […] eine bisher einmalige Staatskrise der Bundesrepublik Deutschland zu verursachen«. (BAKS 2008, 10)

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| Auf allen Ebenen

Ökofeminismus und Ökosozialismus

Wie sich Strategien und Taktiken der Klimagerechtigkeitsbewegung von denen anderer Umweltbewegungen unterscheiden, zeigt sich in den – überraschenden – Orten der Auseinandersetzungen: etwa Charleston, West Virginia. Gruppen wie Coal River Mountain Watch oder Climate Ground Zero müssen auf unterschiedlichen politischen Ebenen gleichzeitig agieren; lokale Proteste gegen die Sprengung von Bergkuppen (mountaintop removal) führten sie bis in die Landeshauptstadt.
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| VERGESELLSCHAFTUNG VON ENERGIE

REVOLUTIONÄRE REALPOLITIK IN DER VIELFACHKRISE

Kaum eine Minute in unserem Leben vergeht, in der wir nicht wie selbstverständlich auf sie zurückgreifen: beim Griff zum Lichtschalter, der warmen Dusche, dem Anschalten des Computers, dem Kochen einer Mahlzeit etc. Die Bedeutung von Energie in unserem Alltag ist so groß, dass wir nicht entscheiden können, ob wir Energie verbrauchen wollen, sondern bestenfalls, woraus die Energie gewonnen wird und von wem wir sie kaufen.
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| Energiekämpfe in Nigeria

 von Sokari Ekine

Am 31.12.2011 verkündete Jonathan Goodluck, Präsident Nigerias, die sofortige Aufhebung der staatlichen Subventionen für Treibstoff. Mit den Einnahmen solle die Korruption in der Ölindustrie – der größten und strukturell korruptesten Industrie des Landes – bekämpft werden . Was beschwichtigend gedacht war, brachte den Großteil der nigerianischen Bevölkerung nur noch mehr auf. Waren nicht schon Milliarden Dollar seit Jahrzehnten in die Taschen der transnationalen Konzerne, von Regierungsbeamten und nigerianischen kleinen Eliten geflossen, von denen doch bitte die Korruptionsbekämpfung bezahlt werden könne?
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| ENERGIESOUVERÄNITÄT FÜR ECUADOR

Im Jahr 2009 wurde der Strom in Ecuador wieder rationiert. Ende desselben Jahres betrug das Energiedefizit 4000 Megawattstunden. Der Strommangel wirkt sich auch auf das Bruttoinlandsprodukt des Landes aus – was leicht vorauszusehen war: Der Bedarf wuchs ständig, das Angebot blieb nahezu gleich. Die Energiekrise war abzusehen: Eine heftige Dürre, die auch andere südamerikanische Staaten traf, ließ die Situation eskalieren, besonders im Süden Ecuadors.
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| DEMOKRATISCHER STROM?

DAS BEISPIEL SACRAMENTO

Mit der Liberalisierung des deutschen Strommarktes Ende der 1990er Jahre privatisierten viele Kommunen ihre Stadtwerke und gaben die Kontrolle über die Stromnetze aus der Hand. Mittlerweile hat sich der Wind gedreht: Immer mehr Städte und Gemeinden machen den großen Stromkonzernen die Netze streitig und wollen sie rekommunalisieren. Ein Beispiel für eine demokratische und gemeinwohlorientierte Stromversorgung findet sich im kalifornischen Sacramento.
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| ERFAHRUNGEN EINER NIEDERLAGE

PROJEKT EINES RICHTUNGSWECHSELS UND DIE ENERGIEFRAGE IN HESSEN

»Wer seiner Zeit voraus ist, muss manchmal in unbequemen Unterkünften auf sie warten.«
Stanisłav Lec
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| »Energiekämpfe« – Luxemburg 1/2012

Die ausgerufene “Energiewende” setzt auf Grünen Kapitalismus. Wie die Dampf- und Webmaschinen für den Beginn der industriellen Revolution standen, wie Taylorisierung und Fließband die technische Basis für den Fordismus und die IT-Revolution für die Globalisierung bereitstellte, soll die globale Energiewende die Grundlage für einen ökologischen Umbau der Produktionsweise und neue Wertschöpfungsstrategien liefern. Nicht nur in der Bundesrepublik kämpfen dabei gerade jene um eine führende Rolle, die bislang eine Energiewende mit Macht blockiert haben: die fossilistischen Kapitalgruppen und die Oligopolisten der Stromversorgung. Favorisiert werden marktförmige Lösungen, die der Struktur und Macht der Konzerne entsprechen und das dezentralisierende Potenzial der neuen Technologien konterkarieren:
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| Energiekämpfe – Editorial

Die ausgerufene »Energiewende« in der BRD setzt auf Grünen Kapitalismus. Getrieben von Akzeptanzverlusten und Katastrophen wie Fukushima vollzieht die Regierung den Ausstieg aus der Atompolitik und den (zögerlichen) Einstieg in das Zeitalter der erneuerbaren Energien – ein Markt, der weltweit auf etliche Billionen Dollar anwachsen wird. Wie die Dampf- und Textilmaschinen für den Beginn der Industriellen Revolution standen, wie Taylorisierung und Fließband die technische Basis für den Fordismus und die IT-Revolution für die Globalisierung bereitstellte, soll die globale Energiewende die Grundlage für einen ökologischen Umbau der Produktionsweise und neue Wertschöpfungsstrategien liefern.
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