| VERGESELLSCHAFTUNG VON ENERGIE

REVOLUTIONÄRE REALPOLITIK IN DER VIELFACHKRISE

Kaum eine Minute in unserem Leben vergeht, in der wir nicht wie selbstverständlich auf sie zurückgreifen: beim Griff zum Lichtschalter, der warmen Dusche, dem Anschalten des Computers, dem Kochen einer Mahlzeit etc. Die Bedeutung von Energie in unserem Alltag ist so groß, dass wir nicht entscheiden können, ob wir Energie verbrauchen wollen, sondern bestenfalls, woraus die Energie gewonnen wird und von wem wir sie kaufen.
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| The selling off of people’s commons – The case of Greece

by Marica Frangakis[1]

Auf dem Markt in Athen, Foto: Ed Yourdon

In the 1980s, and especially in the 1990s, the European countries went through a phase of privatization, which radically reduced the reach of the post-WWII welfare state.  The rationale for such an exercise varied, as did the forms of privatization across sectors, countries and time.  Irrespectively of such variations, however, privatization has been described as “… a stage in the evolution of capitalism … (representing) a shift in the relations between the state, society and the economy which is a pervasive process in political, social and economic terms” (Frangakis et al, 2009:10)[2].  The public debt crisis has deepened this shift in favour of private sector interests, as the Greek experience amply demonstrates.
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| Gegen den globalisierten agro­industriellen Komplex

Agrargenossenschaften und alternative Solidarwirtschaft in Südafrika

Von der Apartheid zum Afro-Neoliberalismus

Der Afrikaaner-Nationalismus errichtete den Apartheidstaat zur Ausgrenzung und Ausbeutung der Mehrheit, um einer Minderheit alle Ressourcen, Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern. Der Landraub als eine von vielen Methoden der Zwangsproletarisierung hatte längst begonnen, als die National Party 1948 zum Hauptakteur des Afrikanerdom und der Entwicklung des Apartheidsstaats aufstieg.
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| Mondragón und der Sozialismus des 21. Jahrhunderts

Im spanischen Baskenland ist in den vergangenen 50 Jahren ein Projekt herangewachsen, das für die sozialistische Theorie sowie als Alternative für die Arbeiterklasse von Bedeutung ist – und nun auf Spanien, Europa und den Rest der Welt ausgreift
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| Arbeiter der Welt, kooperiert!

Die Rolle von Belegschaftseigentum und Kooperativen für Transformation

Die Labour-Partei und die Konservativen haben eine Förderung von Belegschaftseigentum für öffentliche Dienstleistungen in ihre Wahlprogramme aufgenommen. Dadurch ist das Interesse an dieser – einst beliebten – Organisationsform neu entzündet.
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| »Wir können das besser«

Belegschaftseigentum, Demokratie, Transformation

Drei Vorgänge haben die Aufmerksamkeit auf Alternativen zu den vorherrschenden, kapitalistischen Formen der gesellschaftlichen Produktion und Dienstleistung gelenkt: die flexible Verlagerung der Produktionsmittel, um im globalen Wettbewerb der Standorte die Ausbeutungsrate zu vergrößern, geringste Gewinndifferenziale auszuschöpfen und Gewinne zu erhöhen; die Reaktionen in Lateinamerika auf die neoliberale Krise seit den 1990er Jahren und die sozialistischen Projekte; und schließlich die Erfahrung mit der Wirtschafts- und Finanzkrise.
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| Genossenschaften und die Bewegung für eine solidarische Ökonomie

Genossenschaften und Kooperativen sind ein Teil der Arbeiterbewegung und der Bewegung zur Demokratisierung der Wirtschaft – das wird in den USA oft übersehen. Immer wieder gab es erfolgreiche Versuche, Betriebe in Regie der Belegschaften zu führen und Kooperativen zu gründen, wenn auch meist nur in kleinem Maßstab. Sie wurden häufig sabotiert von ultrakonservativen und antigewerkschaftlichen Kräften oder durch rassistische Gewalt beendet.
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| "EIN BISSCHEN STEUERN, KEINESFALLS BESTIMMEN"

Gespräch mit Christina Emmrich zum Bürgerhaushalt in Lichtenberg

September 2010, Anton-Saefkow-Platz. Tag der Votierung zum Bürgerhaushalt: »Warum könn’ se nich wenichstns een Punkt für sichere Schulwege abgeben?«, rief die junge Frau und stemmte ihre Arme in die Hüften. Die angesprochene Siebzigjährige hatte gerade all ihre Punkte für die Neuanpflanzung von Bäumen eingesetzt. »Vielleicht, weil das nicht mein Problem ist?« »Und für die Seniornstätte? Sie sind doch selber alt!« »Eben«, lächelte die Alte und wich der Jungen behände aus.

Gibt es nicht Hauen und Stechen, wenn die Lichtenberger Bürgerinnen und Bürger bei so unterschiedlichen Interessen über den Einsatz der viel zu knappen Mittel selbst entscheiden sollen? Wir befragten die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Lichtenberg zur Praxis des Partizipativen Haushalts.


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| Solidarity and the Commons

by Peter D. Thomas

The reality and concept of solidarity constitutes one of the most precious “resources of hope” developed in the long struggle within and against capitalist modernisation. Regarded as an historical reality, lived and experienced in the day to day struggles of different movements and campaigns, the call to solidarity has, for some at least, the force of a categorical imperative, an immediate identification of means and ends.
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| Commons, Kommune, Kommunismus – Editorial 4/2010

Neoliberale Politik hat tiefe Spuren in den Städten und Gemeinden hinterlassen: Öffentliches Eigentum, demokratische Verwaltung, die Gleichheit der Lebensverhältnisse, der Begriff des Gemeinsamen – seien es Interessen, Eigentum, Praktiken oder Handeln – wurden diskreditiert. Markt, Konkurrenz, Leistung, Wettbewerbsfähigkeit, Ungleichheit wurden mit Mitteln der Angst wie des ökonomischen Erfolgs zur maßgeblichen Orientierung. Abwandernde oder überlebte Industrien hinterließen Brachen in den Städten, der Boom von Informationstechnologien und Finanzspekulation hat die Innenstädte und »Kieze« umgepflügt.
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