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Streiken und Gewinnen lernen

Von Eric Blanc

Ein Organizingkurs ist für sich genommen in der Regel keine große Nachricht wert. Die Strike School, die am 13. Oktober zum Abschluss kam, stellt aber eine Ausnahme dar. Unter Anleitung der Gewerkschafterin Jane McAlevey brachte der von der Rosa-Luxemburg-Stiftung ausgerichtete Kurs mehr als 3 000 Personen aus 70 verschiedenen Ländern zusammen. Ihr Ziel: gemeinsam um die richtigen Methoden zu ringen, mit denen sich die Macht der arbeitenden Klasse wiederaufbauen lässt, und die herrschenden Kräfte herausfordern und besiegen lassen.

Die Zeit ist reif

Der Kurs fand in einer besonders düsteren weltpolitischen Lage statt, in einem Moment, in dem sich die Corona-Pandemie mit einem dramatischen Anstieg der Arbeitslosenzahlen verbindet und so Arbeiter*innen auf der ganzen Welt noch weiter in die Defensive treibt. Vor dem Hintergrund von Austeritätsmaßnahmen, der Klimakatastrophe, dem unablässigen Versuch, Migrant*innen zum Sündenbock zu machen und nicht zuletzt einer drohenden Wiederwahl von Trump und anderen Reaktionären lässt sich kaum bestreiten, dass die Abwesenheit einer starken, kämpferischen Arbeiterbewegung weiterhin das entscheidende Hindernis für weltweite progressive Veränderungen darstellt.

Man muss nicht weit blicken, um das ungenutzte Potenzial der Gewerkschaften aufblitzen zu sehen, die diese beunruhigende Lage wenden könnten. Das Auftaktplenum der Strike School wurde von Sara Nelson eröffnet, der Präsidentin der Vereinigung der Flugbegleiter*innen (Association of Flight Attendants – CWA), die Anfang 2019 dazu beitrug, Donald Trump’s Government-Shutdown (Haushaltsblockade) zu beenden, indem sie das Gespenst eines Generalstreiks heraufbeschwor.

„Die Strike School zu organisieren war auch eine Reaktion darauf, dass Streiks und Generalstreiks wieder zunehmend in aller Munde sind“, so McAlevey, die in einer Organizing-Tradition steht, die auf die radikale Gewerkschaftspolitik des CIO (Congress of Industrial Organizations) in den 1930er Jahren und die linke 1199-Gewerkschaft (1199: The National Health Care Workers’ Union) zurückgeht. „Es schien genau der richtige Zeitpunkt, um uns tiefgehend mit den Grundfragen des Organizing zu beschäftigen und um herauszufinden, wie wir echte Mehrheitsstreiks auf die Beine stellen können, die wir so dringend brauchen, um zu gewinnen.“

Schlüsselaufgaben des Organizing

In diesem Sinne konzentrierte sich der Kurs auf Schlüsselaufgaben, wie Eins-zu-eins-Gespräche, die Identifikation von Führungspersönlichkeiten am Arbeitsplatz, Semantik (eine Sprache, die auf die Selbstaktivität des Gegenübers abzielt) und sechsstufige, strukturierte Organisierungsgespräche, ein systematisches Mapping des Arbeitsplatzes und der Community, Strukturtests (eine Methode zur Überprüfung der kollektiven Handlungsfähigkeit durch sich steigernde Aktionsformen) und Streikmobilisierung. Wie auch in den beiden vorangegangenen Kursen von McAlevey und der Rosa-Luxemburg-Stiftung richtete sich auch dieser insbesondere an Gruppen, die gemeinsam teilnahmen. Das sollte sicherstellen, dass die Kurse auch als Ausgangspunkt für die kollektive Organisierung vor Ort genutzt werden können.

Für Teilnehmende ohne Erfahrung im Organizing waren die Inhalte des Kurses brandneu. Für andere, wie etwa Lilia Rodriguez von UNI Americas, die Arbeiter*innen in ganz Lateinamerika bei der gewerkschaftlichen Organisierung unterstützt, „war das Seminar sehr hilfreich, um ‚meine Kenntnisse aufzufrischen‘, für meine Arbeit als Organizerin, aber auch für die Frage, wie ich andere Aktivist*innen, Führungspersonen und meine Kolleg*innen beraten kann.“ Für Everline Aketch von Public Services International (PSI, Dachverband der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes), die Organizer*innen in Kenia, Uganda, Tansania und Ruanda schult, „bestand die wichtigste Einsicht in der Bedeutung von Semantik: Wie kommunizieren wir und wie gestalten wir die gewerkschaftliche Mobilisierung inklusiver als die Rhetorik der ‚dritten Partei‘, die wir normalerweise angewandt haben und bei der die Gewerkschaft als etwas den Beschäftigten äußerliches erscheint“.

Mobilisierung und Organisierung

Die Strike School brachte diese unterschiedlichen Techniken unter einem übergreifenden Thema zusammen: dem Unterschied zwischen der Mobilisierung – derjenigen, die bereits mit uns übereinstimmen – und der Organisierung – derjenigen, die noch nicht unserer Meinung sind. „Der zentrale Ausgangspunkt für den ganzen Kurs“, so McAlevey, „ist, dass wir Organizer*innen jeden Morgen aufwachen und uns fragen, wie wir die Menschen mobilisieren, die nicht mit uns übereinstimmen – oder die zumindest denken, dass sie nicht mit uns übereinstimmen.“

Eine Leitfrage des Kurses betraf die Durchsetzbarkeit und das Machtpotenzial dieser Tradition des Organizing, die sich erst kürzlich im großen Maßstab bei den Lehrerstreiks in Los Angeles und Chicago gezeigt haben. Nach Jahrzehnten des Rückzugs der Arbeiterbewegung und der Linken machen diese Erfolge deutlich, so formulierten es mehrere Panelteilnehmer*innen, dass es noch immer möglich ist, sich zur Wehr zu setzen und zu gewinnen – und dass es möglich ist, in diesem Prozess die Erwartungen der Arbeiter*innen zu transformieren. Stacey Davis Gates, die Vizepräsidentin der Chicago Teachers Union, hat es im abschließenden Plenum auf den Punkt gebracht: „Ein Streik kann eine der spirituellsten Erfahrungen eures Lebens sein.“

Um zu erklären, welche Arbeit und welche Organizingmethoden es ermöglichten, dass Anfang 2019 mehr als 30 000 Lehrkräfte  und Erzieher*innen in Los Angeles ihre Arbeit niederlegten und schließlich einen großen Erfolg erzielten, waren die beiden Organizer*innen Jollene Levid und Brain McNamara aus dieser Streikbewegung für eine Präsentation bei der Strike School eingeladen. Wie Levid erklärt, „sind die Organizingmethoden und -lehren, die in der Strike School unterrichtet werden, kein Geheimnis – sie wurden über Jahrzehnte hinweg von Generationen von Gewerkschafter*innen entwickelt und sollen geteilt werden. Bei den United Teachers Los Angeles (UTLA) wurden sie genutzt, um einen Mehrheitsstreik zu erwirken, und ich habe diese Prinzipien in einem Kurs an andere weitergegeben. Was bei UTLA gemacht wurde, war keine Zauberei: Hundertausende Organisierunsgespräche, gewerkschaftsweite Strukturtests, Mapping, Engagement in den Communities und ganz viel Vorbereitung.“

Die interaktive, praxisorientierte Ausrichtung des Kurses ermutigte die Teilnehmer*innen dazu, die Methoden unmittelbar in ihre eigenen Kampagnen zu implementieren. Wie es das San Francisco Housing Rights Committee am 16. Oktober in einem Tweet ausgedrückt hat: „Was ist das Beste, was man nach dem Ende der #StrikeSchool mit Jane McAlevey, Jollene Levid, Brian McNamara und anderen großartigen Organizer*innen tun kann? Als  Strukturtest eine Mieterpetition in einem 59-Parteien-Haus starten, das dem größten Vermieter San Franciscos gehört! Ein Mietervertreter hat genau das getan.“

Einheit in Vielheit

Was die Strike School von anderen Kursen unterscheidet, ist nicht nur ihr Inhalt, sondern ihre globale Reichweite: Über Branchen-, Gewerkschafts- und Ländergrenzen hinweg vereinte sie Tausende Aktivist*innen aus siebzig verschiedenen Ländern.

Der internationale Charakter der Veranstaltung verdient es besonders hervorgehoben zu werden: Über Monate haben Gewerkschafter*innen aus der ganzen Welt gemeinsam mit McAlevey und der Rosa-Luxemburg-Stiftung den Inhalt und das Format der Strike School erarbeitet und so einen ersten Schritt in Richtung eines horizontalen transnationalen Netzwerks für linkes Organizing von Beschäftigten gemacht. Während des Kurses haben 120 freiwillige Moderator*innen kleinere digitale Arbeitsgruppen in sogenannten Breakout-Sessions angeleitet, was einen intensiven Austausch über Methoden und Praktiken ermöglichte. „Ich fand diesen praktischen Teil besonders hilfreich“, erklärte beispielsweise Bora Mema, eine Aktivistin, die Unterstützung für streikende Arbeiter*innen einer Erdölraffinerie in Albanien organisiert. „Durch die Übungen haben wir verstanden, welche Fehler wir machen und wie wir versuchen können, sie zu vermeiden, wenn wir zurück ins Feld gehen.“

Um für eine globale Reichweite zu sorgen, musste auf die unterschiedlichen Zeitzonen Rücksicht genommen werden. Daher fand der Kurs zweimal täglich statt, das gesamte Unterrichtsmaterial und alle Module wurden ins Arabische, Spanische, Französische, Portugiesische, Hebräische und Deutsche übersetzt. Die Teilnehmerliste umfasste internationale Gewerkschaften und Organisationen wie etwa die südafrikanische National Union of Metalworkers (Numsa), die palästinensische Postal Workers Union (PPSWU), die ghanaische Registered Nurses and Midwives Association (GRNMA), die jordanische Lehrergewerkschaft, die indische New Trade Union Initiative (NTUI), E tu aus Neuseeland, Sinsaúde und die Gewerkschaft der Krankenpfleger_innen (SindEnf) aus Brasilien, das Solidaritätsnetzwerk für Arbeiter*innen in Not aus Mexiko (Red de Solidaridad con Trabajadorxs en Riesgo), Fedotrazonas aus der Dominikanischen Republik, die britische University and College Union, der niederländische Algemene Onderwijsbond und zahlreiche Organisationen aus den Vereinigten Staaten und Kanada.

Neben den Gewerkschaften hat auch eine Reihe ganz unterschiedlicher Gruppen teilgenommen, etwa zahlreiche Mieterverbände, die National Students Federation (NSF) aus Pakistan, das Center for Migrant Advocacy (CMA) aus den Philippinen, das Comité Fronterizo de Obreros (CFO) aus Mexiko, der deutsche Ableger von Fridays for Future, Agir pour la paix aus Belgien, die Plataforma de Afectados por la Hipoteca (PAH) aus Spanien, die CORE Gruppe aus Nigeria und das Emergency Workplace Organizing Committee aus den Vereinigten Staaten.

Da es nur selten Gelegenheit gibt, Organizingerfahrungen über Landesgrenzen hinweg auszutauschen, waren die internationalen Arbeitsgruppen für viele ein Highlight. Ungeachtet der realen Unterschiede zwischen den nationalen Kontexten betonten Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt die Relevanz der Methoden für ihr jeweiliges Umfeld.

Nisreen Haj Ahmad, eine der acht Teilnehmer*innen aus der Organisation Ahel, die social justice-Gruppen im Libanon, in Palästina und Jordanien unterstützt, erklärte, „Der Kurs hat uns die Augen geöffnet, was für ein hoher Grad an Disziplin und Detailversessenheit notwendig ist, um eine Gewerkschaft oder einen Streik zu organisieren.“ Randy Miranda vom Partido Manggagawa betonte, ihm werde vor allem die Nützlichkeit des „big bargaining“ in Erinnerung bleiben: „Hier auf den Philippinen überlassen die Gewerkschaften die Tarifverhandlungen gewöhnlich einer kleinen Gruppe, in der Regel den Vorsitzenden und einigen Mitgliedern, die in den Verhandlungen der Weisheit der Anwälte vertrauen müssen. In der Strike School haben wir gelernt, wie wichtig es ist, eine größere Zahl von Arbeiter*innen in Tarifverhandlungen einzubinden. Die Lektion ist: Wir müssen den Arbeiter*innen vertrauen, gerade während den Verhandlungen.“

Bei Null anfangen

In einigen Regionen muss eine neue Tradition ernsthafter Arbeiterorganisierung bei Null anfangen. Das ist beispielsweise in Albanien der Fall, wo Bora Memas Organizata Politike die Gründung unabhängiger Gewerkschaften in der Textilindustrie, in  Ölraffinierien, im Bergbau und in Call Centers unterstützt: „Albanien hat einen Prozess massiver Privatisierung durchlaufen und hat seit dem Sturz des sozialistischen Regimes faktisch keine Gewerkschaften mehr. Gerade deswegen ist es hier so wichtig, mit dem Organizing anzufangen. Da wir uns auf keine eigene derartige Tradition stützen können, haben wir uns besonders über das Angebot der Strike School gefreut.“

Auf die Frage, was sie aus dem Kurs mitgenommen hat, antwortete sie: „Es war zwar alles wichtig, aber ein kleiner Punkt ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Es kommt nicht nur darauf an, die Führungsperson an einem Arbeitsort zu identifizieren, man muss auch herausfinden, wer die erste Ansprechpartner*in ist, die dir helfen kann, die Führungsperson an Bord zu holen.“

Die logistische Herausforderung, Tausenden Menschen aus der ganzen Welt die Teilnahme an einem interaktiven Kurs zu ermöglichen, war gewaltig. Auch wenn es hier und dort kleinere Pannen gab, war es ein einzigartiges Kennzeichen dieses Kurses, neue Technologien für die erfolgreiche Verbreitung klassischer Organizingtechniken einzusetzen. Während die Strike School inhaltlich auf Methoden des Face-to-Face-Organizing fokussiert, die sich bis in die 1930er Jahre zurückverfolgen lassen, erinnerte die organisatorische Struktur des Kurses an das dezentrale Organizing, das bei den Kampagnen für Bernie Sanders (2016 und 2020), dem Sunrise Movement und dem Emergency Workplace Organizing Committee in den Vereinigten Staaten zum Einsatz kam. Wie diese Kampagnen beruhte die Strike School auf digitalen Hilfsmitteln und Freiwilligenarbeit weit über den Kreis der hauptamtlich Beteiligten hinaus. Auch wenn ein abschließendes Urteil darüber, ob ein solches „dezentrales“ Modell tatsächlich Organisierung (und nicht nur Mobilisierung) vorantreiben kann, noch aussteht – die Erfahrung der Strike School gibt einen Hinweis auf das Potenzial dieses Modells, zum Wiederaufbau einer robusten Infrastruktur der linken Arbeiterbewegung beizutragen.

Mit Organizing die Machtfrage stellen?

Angesichts der geplanten Fortsetzung der Kurse von McAlevey und Rosa-Luxemburg-Stiftung in 2021 und darüber hinaus müssen zwei wichtige Themen für die Zukunft angesprochen werden: Die erste Frage ist, wie man den Inhalt und das Netzwerk des Kurses weiter internationalisieren kann, um insbesondere den globalen Süden stärker miteinzubeziehen. Auch wenn bereits wichtige Schritte in diese Richtung unternommen wurden, waren sich die Organizer*innen einig, dass die Sprecher*innen im Plenum immer noch überproportional englischsprachig und europäisch waren.

Neben der konkreten Herausforderung, mehr Gewerkschaften und Organizer*innen in Asien, Afrika und Lateinamerika zu erreichen, wird dabei die schwierige Frage aufgeworfen, wie effektive Organizingmethoden in verschiedenen politischen Kontexten unterschiedliche Formen annehmen können. Oder, wie Lilia Rodriguez betonte: „Eine Sache, die ich aus dem Kurs mitnehme und die er mir wieder verdeutlicht hat, ist, wie unterschiedlich Organizing auf der ganzen Welt aussehen kann und wie sehr bestimmte Konzepte angepasst werden können und müssen, damit die Ziele des Organizing for power tatsächlich erreicht werden.“

Wie wirken sich die signifikant unterschiedlichen rechtliche Rahmenbedingungen für gewerkschaftliche Aktivitäten und der Grad an Repressionen in verschiedenen Ländern auf die Organizingansätze aus? Die besonders widrigen Umstände für das Organizing im globalen Süden wurden während der Strike School selbst auf dringliche Weise in Erinnerung gerufen, als eine Gruppe von Teilnehmer*innen aus Nigeria für ihre Organisierungsversuche verhaftet wurde. Wie die Methoden an bestimmte Länder – und an bestimmte Branchen – angepasst werden können, ist eine wichtige Frage, die weiterem internationalem Austausch und weiterer Abwägungen bedarf.

Die zweite drängende Frage ist, wie diese Organizingmethoden dabei helfen können, auch in der politischen Arena die Machtverhältnisse zu verändern. Starke, streikbereite Gewerkschaften zu bilden, ist dringend notwendig, die Geschichte lehrt jedoch, dass Arbeiter*innen ohne unabhängige politische Parteien, die ihre Interessen repräsentieren, nicht sonderlich weit kommen. Zu welchem Grad und auf welche Weise können also die in der Strike School unterrichteten Methoden in das Feld des politischen Organizing übersetzt werden?

Eine Überwindung des neoliberalen Kapitalismus oder gar das Erreichen einer echten politischen und ökonomischen Demokratie lässt sich ohne den Wiederaufbau politischer Parteien von und für die arbeitende Klasse kaum vorstellen. Daraus ergeben sich jedoch eine Reihe von strategischen Spannungen. Wie man das Organizing im Betrieb mit der Wahlkampfarbeit in Einklang bringen, oder wie man gewählte Vertreter*innen dazu bringen kann, Aktionen von unten zu unterstützen (anstatt sie zu hemmen) – für die Linke sind das seit jeher schwierige politische Fragen. Antworten darauf zu finden, würde vielleicht den Rahmen eines Trainingskurses sprengen. Doch das vielversprechende internationale Netzwerk, das sich aus dem Umfeld der Strike School entwickelt, könnte in den nächsten Jahren einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass wir verstehen, wie sich Organizing am Arbeitsplatz und in der Nachbarschaft mit einem politischen Organizing zur Veränderung der Gesellschaft insgesamt verbinden lässt.

Aus dem Englischen von Oliver Precht