| Alle Artikel von Nancy Fraser

| Hegemonie in der Krise. Weshalb Trump das Machtvakuum nicht füllt und was das für gegenhegemoniale Projekte bedeuten könnte

Februar 2018
Von Nancy Fraser

Angesichts des ganzen unreflektierten Geschwätzes über die Krise warnen manche davor, diesen Begriff allzu leichtfertig in den Mund zu nehmen und damit zu einer weiteren Banalisierung der Diskussion über die gegenwärtige Lage beizutragen. Und doch existiert eine Reihe von präzise darzulegenden Gründen, warum es zutreffend ist, heute von einer weltweiten Krise zu sprechen. Eine entscheidende Voraussetzung dafür, diese irgendwann überwinden zu können, ist ein besseres Verständnis ihres Wesens, insbesondere ihrer spezifischen Entstehungs- und Entwicklungsdynamiken. Erst wenn wir diese genauer begreifen, werden wir vielleicht eine Ahnung davon bekommen, was uns aus derzeitigen Sackgasse herausführen kann und wie sich langfristig eine politische Neuordnung bzw. ein grundlegender Gesellschaftswandel bewerkstelligen ließe.
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| Dreifachbewegung

Juli 2013
von Nancy Fraser

Die politische Grammatik der Krise

In vielerlei Hinsicht erinnert die heutige Krise an die der 1930er Jahre, wie Karl Polanyi sie in Die große Transformation beschrieben hat. Damals wie heute werden mit unnachgiebigem Druck Märkte ausgeweitet und dereguliert. Überall entsteht Chaos, die Lebensgrundlagen von Milliarden von Menschen werden zerstört, solidarische gesellschaftliche Beziehungen zerbrechen.
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| Feminismus ohne Strategie

Dezember 2012
Nancy Fraser im Gespräch

Nancy Fraser hatte 2009 argumentiert (»Feminism, Capitalism, and the Cunning of history«, New Left Review), dass feministische Gesellschaftskritik zu einer Modernisierung des Kapitalismus beigetragen habe. Die Kritik am »Familienernährermodell« half Lebens- und Arbeitsweisen zu entgrenzen und zu entsichern. Die neoliberalen Entwendungen feministischer Kritik seien bislang nur unzureichend reflektiert worden.
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