| Alle Artikel von Miriam Pieschke

| Rudern gegen den Strom. Lehren und Lernen mit Rosa Luxemburg

Dezember 2018
Von Miriam Pieschke

Es gibt viele ikonische Bilder von Rosa Luxemburg. Eines zeigt sie an der SPD-Parteischule, wo sie ab 1907 Dozentin war. Luxemburg steht links am Rand, außer ihr sind kaum Frauen im Bild. Während ihre Freundin Clara Zetkin ausgebildete Lehrerin war, hatte Luxemburg keinen pädagogischen Hintergrund. Doch ein Blick in ihre Texte zeigt, was sie für diese Tätigkeit neben ihrem Wissen und analytischen Scharfsinn qualifizierte: ihre Fähigkeit, Zusammenhänge darzulegen und Sachverhalte zu erklären. Dies macht es bis heute zu einem Vergnügen, Luxemburgs Texte zu lesen. Sie entfaltet einen Gedanken, nennt eigene Argumente und zerpflückt Gegenargumente. Ihre Fähigkeit, Kompliziertes auf den Punkt zu bringen, gepaart mit Wortwitz, machte sie zu einer mitreißenden Rednerin und zu einer wirkungsmächtigen Journalistin und vermutlich auch zu einer guten Dozentin. Luxemburg gilt vielen als Vorbild, sei es im Hinblick auf ihr Leben, ihre Haltung oder ihre Schriften. Inwiefern kann sie auch für politische Bildner*innen Bezugspunkt sein? Lassen sich aus ihrem Werk Leitbilder für die pädagogische Arbeit ableiten?
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| Vom kurzen Flirt zur langfristigen Beziehung

September 2016
Von Miriam Pieschke

Organisierung im Kiez als transformatorisches Projekt

»Wir müssen dahin, wo die Menschen sind. Wir dürfen nicht warten, bis sie irgendwann zu uns kommen. Wir müssen den Alltag zum Thema machen. Wenn wir nicht mit den Menschen reden, machen es andere.« Angesichts der gegenwärtigen Polarisierung des politischen Feldes fordern viele linke Strateg*innen, lebensweltliche Anliegen ins Zentrum sozialer Kämpfe zu stellen.
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| Kein Liebesdienst für die gute Sache

August 2015
Von Miriam Pieschke

Warum kritische Bildung gute Bedingungen braucht

»Nicht existenzsichernd.« So beschrieb Bernd Wittich (2007) die Einkommen von DozentInnen der politischen Bildung. Die Arbeitsbedingungen von soloselbständig Lehrenden haben aber nicht nur Konsequenzen für deren Lebensgestaltung, sie gefährden auch das Potenzial von emanzipatorischer Bildung als Teil eines hegemoniekritischen Projekts.
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