| Alle Artikel von Judith Dellheim

| Ukraine: Neoliberale Offensive und soziales Elend

Juni 2015
Von Judith Dellheim

Die ukrainische Wirtschaft befindet sich auf rasanter Talfahrt, verbunden mit dramatischen sozialen Folgen. So prognostiziert die Weltbank der Ukraine einen Wirtschaftsrückgang um 7,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Argumenty i Fakty, 29.4.2015), in dem das BIP bereits um 6,8 Prozent geschrumpft war.1 Unterdessen erklärte Wirtschaftsminister Abromavičius, dass „die für die Ukraine schwierigste ökonomische Periode schon vorbei“2 sei.

Für die Bevölkerung ist die anhaltende Krise jedoch unmittelbar spürbar. Sie zeigt sich insbesondere in der wachsenden Schere zwischen Preis- und Lohnentwicklung: So sind die Reallöhne (die bereits 2014 deutlich gesunken waren) im ersten Quartal 2015 um durchschnittlich ein Fünftel geschrumpft, in der Luhansker Region gar um ein Drittel. Während der nominelle Durchschnittslohn, an den auch die Höhe der Renten gekoppelt ist, von Januar bis April um nicht einmal zwei Prozent erhöht wurde, sind allein im März die Preise für Konsumgüter um elf Prozent gestiegen.3
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| Kritik kann und soll uns stärken, weshalb wir Kritik üben

Juli 2013
von Judith Dellheim, Frieder Otto Wolf und Gabi Zimmer

Eine Replik auf „Euro vor der Entscheidung“1

Die entscheidende Frage für linke Wirtschaftswissenschaftler/innen und sozialistische Politiker/innen ist ganz einfach: sind ihre Analysen und Vorschläge darauf gerichtet, die Einsichten, Handlungsmöglichkeiten und -fähigkeiten jener zu stärken, die anders leben wollen – selbstbestimmt, solidarisch mit den Anderen und ökologisch verantwortungsvoll. Das Prinzip gilt auch und insbesondere für die Auseinandersetzung mit der Eurokrise und hat eine ebenso einfache Konsequenz: sich die Akteure, die Sozialstrukturen, die Gesellschaft, die gesellschaftspolitischen Kräfteverhältnisse genau anzusehen.
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