| Alle Artikel von Íñigo Errejón

| Von der Erstürmung zur Belagerung: Podemos in der neuen Phase

Oktober 2016
Von Íñigo Errejón

Rückblick: Fenster der Gelegenheit und kurzer Zyklus

Die Bewegung vom 15. Mai 2011 (15M) war gleichzeitig Sichtbarmachung und Katalysator des Prozesses einer organischen Krise in Spanien, die sich über einen längeren Zeitraum entwickelt hatte, sich jedoch durch die Finanzkrise 2008, vor allem mit dem Ausbleiben politischer Antworten der maßgeblichen Akteure beschleunigt und verschärft hat. Der aus dem Rhythmus gekommene Betrieb der staatlichen Apparate
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| Im Zweifel Populismus

Juli 2015
Ein Gespräch mit Alberto Garzón und Íñigo Errejón

Gespräch über Podemos und die Gefahren populistischer Politik

Beide Gesprächspartner gehen für Spanien von einer »populistischen Situation« aus, interpretieren den Impuls der 15M-Bewegung jedoch unterschiedlich. Íñigo Errejón hält populistische Elemente wie den Begriff der »echten Demokratie« oder auch den der »Kaste«, wie er in den spanischen Auseinandersetzungen verwandt wird, um den Gegner zu markieren, für politisch wichtig. Solche »leere Signifikanten« (Laclau/Mouffe) seien zentral, um einen neuen »Volkswillen« (Gramsci), einen gemeinsamen Bezugspunkt der Subalternen zu konstituieren. Garzón verweist dagegen auf die Gefahren, die solche populistisch konstitutierte Gemeinsamkeiten mit sich bringen: Diese seien notwendig sehr allgemein und unscharf in der Analyse der zu bearbeitenden Probleme. Auch bewegen sie sich jenseits von Differenzen innerhalb der Subalternen. Nach der populistischen Situation müssen jedoch auch die nächsten Schritte gegangen, Perspektiven tatsächlich verbunden werden. Dies sei eine große Herausforderung.
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