| Konzerne denken in Quartalen, Bauern in Generationen

Mai 2018  Druckansicht    Druckansicht
Von Volker Woltersdorff

Wer Ernährungssouveränität will, muss bäuerliche Strukturen stärken

In der städtischen Vorstellungswelt sind bäuerliche Betriebe ein Refugium jenseits kapitalistischer Verwertungsinteressen. Man muss nur auf die wirklichkeitsfernen Bilder in den Supermarktregalen und Werbeclips schauen. Tatsächlich aber ist die Landwirtschaft völlig durchkapitalisiert. Trotzdem ist die Sehnsucht nach einer anderen Landwirtschaft, in der eine Ökonomie der Sorge um das Land und seine Lebewesen über den Kapitalinteressen steht, nicht aus der Luft gegriffen. Sie stützt sich auf reale Bedürfnisse und auf eine konkrete, geschichtlich verankerte und enkeltaugliche landwirtschaftliche Praxis, die ich »bäuerlich« nennen will und die für das Ziel der Ernährungssouveränität zentrale Bedeutung hat. Denn wer ein Ende der Abhängigkeit des Lebensmittelsektors von den Kapitalinteressen einiger weniger Konzerne will, muss bäuerliche Strukturen stärken, die anders funktionieren. Ernährungssouveränität setzt auf die Dezentralisierung und Diversifizierung der Lebensmittelproduktion. Sie braucht kleinteilige, regionale Netzwerke, von Erzeuger*innen untereinander wie auch von Erzeuger*innen und Verbraucher*innen, die als freie Assoziationen politisch aushandeln, wie und was die Vielen erzeugen und essen wollen, und dies auch ökonomisch umsetzen. Landwirtschaftliche Produktions-, Reproduktions-, Zirkulations- und Konsumptionsbedingungen müssen ökologisch nachhaltig, sozial gerecht, demokratisch und daher vielfältig organisiert sein.

Bäuerliche Produktion zeichnet sich durch langfristige Perspektiven in kooperativen Netzwerken aus. Diese sind traditionell familiär und patriarchal geprägt, müssen es aber nicht sein. Sehr wohl müssen sie aber auf Kooperation statt auf Konkurrenz beruhen, und zwar nicht nur in der Hof-, sondern 
auch in der Dorfgemeinschaft. Wer einen 
Hof bewirtschaftet, hat ihn häufig von eine*r Vorgänger*in übernommen und möchte ihn einmal eine*r Nachfolger*in übergeben. Das Ziel ist damit der Erhalt und die langfristige Verbesserung (im Sinne von Resilienz) der zum Hof gehörigen Böden, Pflanzen, Tiere und Menschen. Kurzfristige Gewinnmaximierung ist nicht im Interesse der meisten Bäuer*innen: Wer sich an der standortgebundenen Einheit des Hofes orientiert, muss die ökologischen und sozialen Kosten einer Wirtschaftsweise selbst bezahlen. In diesem Modell lohnt es sich, auf Bodengesundheit und Humusaufbau zu achten, das Saatgut und die Herden zu verbessern und Anbau und Fruchtfolge so zu diversifizieren, dass sich Ertragseinbußen und -gewinne ausgleichen. Auch Arbeitskraft darf nicht völlig verschlissen werden. Bäuer*innen erfahren sich in existenzieller Abhängigkeit von der Natur, zu deren Bewältigung sie auf Kooperation angewiesen sind. Früher haben sie deshalb gemeinsam Anbau und Ernte geplant und Maschinen angeschafft. Heute ist fast jeder Hof der einzige im Dorf, denn agrarindustrielle Strukturen, die sich an kurzfristiger Gewinnmaximierung und am Shareholder Value orientieren, verdrängen immer mehr die bäuerliche Landwirtschaft. Die Konzerne und Kapitalgesellschaften selbst sind in den ländlichen Regionen nicht präsent und lassen immer größere Flächen und Tiermengen von wenigen, örtlich relativ ungebundenen Arbeitskräften und Lohnunternehmer*innen bewirtschaften. Bäuerlichkeit hat das Potenzial, Wege aus dieser Wirtschaftsweise aufzuzeigen. Zugleich ist sie aber immer wieder mit Einhegungsstrategien konfrontiert, die sie zwingen, sich nach kapitalistischen Maßstäben zu organisieren. An diesem Widerspruch müssen sich bäuerliche Betriebe tagtäglich abarbeiten.

Wie genau dieser Widerspruch sich darstellt, lässt sich anhand meiner eigenen Erfahrungen mit dem Aufbau eines kleinen Biobetriebs im Berliner Speckgürtel aufzeigen. Nicht so sehr, um über das bestmögliche Betriebskonzept nachzudenken – gerade eine Diversifizierung von bäuerlichen Wirtschaftsweisen schafft Erfahrungswissen und kann unterschiedliche Bedürfnisse befriedigen –, sondern um zu verdeutlichen, welche Widerstände und Zwänge mit dem Versuch verbunden sind, Landwirtschaft anders, nämlich im Sinne eines Buen Vivir, zu betreiben.

Ungleicher Zugang zu Höfen, Böden und Fördergeld

Inzwischen gibt es eine wachsende Bewegung vor allem junger Menschen, die ihre Lust auf Landwirtschaft entdecken, und zwar auf eine andere Landwirtschaft. Die Arbeit auf einem selbst verantworteten Hof sehen viele als weniger entfremdet an, weil sie konkret sinnlich den gesamten Prozess des Entstehens, Werdens und Vergehens von Leben 
und Lebensmitteln verfolgen und gestalten können. Dagegen wissen die meisten Menschen fast nichts über die Herkunft ihres Essens. Die Hände in der Erde zu haben und den Kontakt zum Tier zu spüren, die Jahreszeiten und Witterungen zu erleben – all dies steht im Kontrast zur immer flexibler, spezialisierter und steriler werdenden Arbeitswelt. Auch wenn die Entscheidung, Bäuer*in zu werden, nicht leicht gemacht wird, ist es eine Entscheidung gegen Flexibilität und Mobilität und für Selbstbestimmung innerhalb einer überschaubaren, als sinnvoll erlebten Einheit in gemeinsam erfahrener Abhängigkeit.

Leider haben die meisten aber große Schwierigkeiten, diesen Wunsch zu verwirklichen. Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2007 sind die Preise für das Eigentum und die Pacht landwirtschaftlicher Nutzflächen durch die Decke gegangen. Allein im Land Brandenburg, wo die Bodenqualität eigentlich sehr dürftig ist, stiegen sie teils um das Vierfache. Während es noch relativ leicht ist, einen sogenannten Resthof, also Wohnhaus mit Scheune und Stallungen, zu finden, ist der Zugang zu Land weitgehend versperrt. Manche sprechen von einer neuen Art Berufsverbot, weil außer erben, einheiraten oder im Lotto gewinnen kein Weg zur bäuerlichen Existenz offensteht.

Mein Partner und ich hatten Glück,
 dass wir unseren Hof 2008 kauften, als die Banken noch in Schockstarre waren und bevor Warren Buffett die Devise ausgab, dass Boden das neue Gold sei. Doch auch wir brauchten einen langen Atem: Die gerade
mal zehn Hektar Grünland, die zur Hofstelle gehörten, waren bis Ende 2016 verpachtet. Erst dann konnten wir einen landwirtschaftlichen Betrieb als privates Einzelunternehmen anmelden. Dafür mussten wir einen Betriebsplan vorlegen, der den Eindruck erweckt, gewinnbringend wirtschaften zu wollen. Nullwachstum oder Degrowth werden als Betriebsphilosophie nicht akzeptiert. Der Status als landwirtschaftliches Unternehmen verschaffte uns aber neue Zugänge: Die örtliche Kirchengemeinde bot uns Flächen zur Pacht an, denn einige Landeskirchen berücksichtigen aufgrund des stetigen politischen Drucks durch die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) mittlerweile auch soziale und ökologische Kriterien bei der Vergabe von Land. Selbstverständlich reicht dafür keine Absichtserklärung. Es bedarf der Zertifizierung durch eine Kontrollstelle, dass die EU-Richtlinien für ökologische Landwirtschaft eingehalten werden, unabhängig davon, ob man sie für ökologisch sinnvoll hält. Diese Zertifizierung ist auch nötig, um staatliche Fördergelder aus EU-Töpfen für ökologischen Landbau zu bekommen.

Menschen, die keine Lust auf Bürokratie und Staatsknete haben, können sich aus dem System der Zertifizierung und EU-Förderung zwar zurückziehen, haben aber dadurch gehörige Einkommenseinbußen. Bei Großbetrieben machen die Zahlungen aus Brüssel bis zu 40 Prozent des Einkommens aus. Kleinere Betriebe erhalten ungleich weniger und könnten leichter darauf verzichten. Sie haben zusätzlich das Problem höherer Personalkosten: Je durchrationalisierter ein Betrieb wirtschaftet, desto mehr Flächen oder Tiere lassen sich von einer Arbeitskraft betreuen. Die AbL fordert deshalb schon lange, die Agrarförderung an soziale und ökologische Faktoren zu koppeln. Aus Sicht bäuerlicher Betriebe ist die jetzige Förderung eine Wettbewerbsverzerrung zugunsten der Agrarindustrie.

In engen Grenzen: Ökolandbau und Saatgutsouveränität

Seit Anfang 2017 bewirtschaften wir also knapp 30 Hektar Acker- und Grünland im Nebenerwerb, eine Größe, die ökonomisch unter dem Minimum für einen überlebensfähigen Betrieb liegt, aber genug Arbeit für mehr als uns zwei macht. Wir halten einige Milchkühe mit Nachzucht, Schafe, Hühner, Gänse und Schweine. Beim Anbau unserer Ackerfrüchte sind wir auf Dünger und Saatgut mit Biosiegel angewiesen. Diese kommen überwiegend von Agrarunternehmen, die den Großteil ihres Geldes mit konventioneller Ware machen. Wer sich sein Saatgut aus der Vorjahresfrucht »nachbaut«, anstatt es zu kaufen – eine jahrhundertealte bäuerliche Praxis, von deren züchterischer Leistung wir noch heute zehren –, muss trotzdem Gebühren bezahlen. Denn die Saatgutkonzerne lassen sich ihre Zuchtleistung von wenigen Jahren honorieren, obwohl es ein Patentverbot für Pflanzen und Tiere gibt. Bäuer*innen, die da nicht mitspielen wollen, haben Tauschbörsen für »freies Saatgut« von alten Sorten gegründet, für die keine Nachbaugebühren anfallen – vergleichbar mit der Bewegung für Open-Source-Software. Leider sind die alten Sorten meistens nicht biozertifiziert, denn der teure Verwaltungsakt rechnet sich vor allem, wenn später Profit damit erzielt werden soll.

Gentechnik liefert ein weiteres Einfallstor für eine kapitalistische »Landnahme«. Zwar ist sie in der EU nur eingeschränkt erlaubt, aber Produkte gentechnisch veränderter Pflanzen und Tiere dürfen importiert werden. So ist das meiste Sojaeiweißfutter in der konventionellen Landwirtschaft gentechnisch verändert. Im Biolandbau gibt es Initiativen zur Herstellung regionaler Eiweißpflanzen. Weil wir uns den eigenen Anbau noch nicht zutrauen, kaufen wir selbst Biosüßlupinen als Eiweißfutter zu. Ansonsten versuchen wir, im Sinne des ökologischen Kreislaufgedankens das Futter für unsere Tiere (Futterrüben, Kartoffeln, Weizen) selbst zu produzieren, um von den Futtermittelkonzernen unabhängig zu sein. Außerdem bauen wir zusätzliche Kartoffeln an und stellen einem Freund, der einen kleinen Catering-Service 
in Berlin betreibt, die restlichen zwei Hektar zur Verfügung, um Kürbisse und Rote Bete anzubauen. Es zeigte sich aber schnell, dass wir uns übernommen hatten. Wir kamen mit dem Hacken von unerwünschten Pflanzen nicht hinterher. Ökolandbau ist sehr arbeitsaufwendig, weil er ohne chemische Ackergifte eine intensive mechanische und manuelle Beikrautregulierung nach sich zieht. Auch die Ernte nahm viel mehr Zeit in Anspruch als gedacht. Wir bemühten uns nach Kräften, unsere Freund*innen zu mobilisieren, und hatten schöne und befriedigende Gruppenerlebnisse, doch stießen wir alle an zeitliche und körperliche Grenzen.

Der Großteil der Arbeit ist in der deutschen Landwirtschaft zu den heutigen Preisen nur mit migrantischen Landarbeiter*innen zu bewältigen, die, wenn überhaupt legalisiert, zum abgesenkten landwirtschaftlichen Mindestlohn arbeiten. Kleine Betriebe können sich Angestellte aber meistens nicht leisten und basieren auf der Bereitschaft zur Selbstausbeutung aller Hofangehörigen. Um die Größenordnung zu veranschaulichen: Die Jugendorganisation der AbL diskutierte auf ihrem letzten bundesweiten Treffen ernsthaft, ob ein 14-stündiger Arbeitstag alternativlos sei. Ernährungssouveränität bedeutet deshalb, die Arbeit in der Landwirtschaft mehr wertzuschätzen oder selbst alternative Strukturen zu schaffen. Das hat wenig mit Landlustromantik zu tun, sondern verlangt den Stadtbewohner*innen Disziplin und Idealismus ab, die Billigangebote in den Supermärkten stehen zu lassen und die Lebensmittelversorgung selbst in die Hand zu nehmen.

Das Problem der Vermarktung
 und Verteilung

Nach eingefahrener Ernte und gewonnener Milch stellten sich uns neue Fragen: Wie bringen wir das kostendeckend an die Menschen? Der Einzelhandel oder eine Molkerei kamen aus zwei Gründen nicht infrage: Ein kleiner Betrieb wie der unsrige kann die Mengen und Standards, die dort abgefragt werden, gar nicht bedienen, selbst nicht im Biobereich. Außerdem ist die Wertschöpfung für die Erzeuger*innen unter den heutigen Bedingungen gering. Dank ihrer Marktmacht können die Riesen des Lebensmitteleinzelhandels die Preise diktieren. Die Molkereien wiederum gewähren zwar eine Abnahmegarantie, dafür legen sie aber auch die Preise fest, und zwar erst nachträglich. Die Milchbetriebe sind zudem auf Jahre an ihre Vertragsmolkerei gebunden, ohne zu wissen, wie viel sie aus ihrer Milch erlösen werden. Dadurch bemühen sich alle gleichermaßen um eine hohe Milchmenge, wodurch die nächste Preiskrise vorprogrammiert ist.

Für uns heißt das in der Konsequenz Direktvermarktung. Das birgt andere Schwierigkeiten. Es kostet viel Zeit, die dann im Stall oder auf dem Feld fehlt, und es erfordert große Kommunikationsbereitschaft. Die meisten Bäuer*innen sind aber habituell keine Verkaufstalente. Wir bieten mittlerweile einen Teil unserer Produkte über eine sogenannte Marktschwärmerei an. »Gib deinem Bauern die Hand« ist das Motto dieser Online-Bauernmärkte, die in Frankreich entstanden sind und sich auch hierzulande ausbreiten. Im Netz können Erzeuger*innen ihre Produkte den Verbraucher*innen direkt anbieten. Die Übergabe organisiert eine Gastgeber*in an einem Ort, der auch zum Kennenlernen dienen soll. Die Abnahmemengen schwankten bei uns aber sehr, sodass sich Anfahrt und Zeitverlust meist nicht lohnten. Dabei haben wir dank der Nähe zu Berlin bereits einen Standortvorteil und wesentlich kürzere Strecken als andere Betriebe. Trotzdem landeten viele unserer Kürbisse am Ende als Spende bei der Berliner Tafel, weil sie keine Abnehmer*innen fanden. Immer noch sinnvoller, als sie unterzuackern. Andere Möglichkeiten der Vermarktung wären die Belieferung einer Abo-Kiste oder Food-Coop sowie die Gründung einer Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) mit festen Abnehmer*innen. Diese Modelle funktionieren jedoch am besten für Gartenbaubetriebe, die ein breites und abwechslungsreiches Gemüsesortiment anbieten. Milch- und Fleischprodukte wiederum benötigen wegen ihrer Verderblichkeit eine geschlossene Kühlkette. Ihr Verkauf erfordert zudem die zum Teil kostspielige Konformität mit zahllosen EU-Verordnungen, die sich an den Bedürfnissen der Großkonzerne orientieren. Bäuerliche Betriebe kommen in dieser Logik nicht vor und haben in Brüssel keine Lobby.

Was also können wir (gemeinsam) tun?

Im kommenden Jahr beabsichtigen wir, unsere Milchviehherde zu vergrößern, die Milch in einer hofeigenen Käserei zu veredeln und in einem Hofladen zu vermarkten. Die nährstoffreiche Molke, sonst zumeist ein Abfallprodukt, werden wir unseren Schweinen verfüttern. Den Mehraufwand können wir nur mit der Unterstützung einer neuen Käserin bewältigen. Langfristig wären wir an einer vielfältigeren Hofgemeinschaft interessiert, können aber nicht einmal absehen, ob die Käserin von dieser Arbeit wird leben können, geschweige denn weitere Hofmitglieder wie etwa eine Gärtnerin. Hilfe erhalten wir durch einen Studenten des Ökolandbaus, der sein Praktikum bei uns absolviert. Parallel dazu haben wir begonnen, uns an bäuerlichen Netzwerken zu beteiligen, um mit anderen Biobetrieben zu kooperieren und uns vielleicht zu einer Erzeugergemeinschaft oder »Kooperations-SoLaWi« zusammenzuschließen.

Wie erfolgreich sich unser Hof entwickeln wird, hängt auch von den politischen Rahmenbedingungen ab, die über die Chancen für eine Agrarwende entscheiden. Auf EU-Ebene werden zurzeit die Koordinaten für die zukünftige Agrarförderung diskutiert. Diese Steuerungsmöglichkeiten müssten demokratisch gestaltet werden, um das Feld nicht den Lobbygruppen der Agrarindustrie zu überlassen.

Um auszuhandeln, welche Art der Landwirtschaft und Ernährung wir wollen, haben sich auch in vielen deutschen Städten sogenannte kommunale Ernährungsräte gegründet, die unterschiedliche Akteur*innen zusammenbringen. An solchen Punkten wird sich entscheiden, ob Biolandbau eine Nische für teure Konsumprodukte einer besserverdienenden Mittelschicht bleibt oder ob sich bestimmte sozialökologische und bäuerliche Wirtschaftsweisen verallgemeinern können und es »Bio für alle« geben wird. Die gesellschaftspolitische Wetterlage legt eher nahe, dass wir von der großen Politik wenig erwarten können und das Feld der Agrarwende selber bestellen müssen. Oft werde ich gefragt, warum ich mir das alles antue. Die Antwort 
ist so einfach wie unzureichend: wegen des Blicks in die Augen meiner Kühe.