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| Toxische Männerwelten. Antifeminismus als tödliche Ideologie

Dezember 2020

In der Berichterstattung über die Hintergrün­de rechten Terrors werden meist monokausa­le Erklärungen gesucht. Die Ideologie rechter Gewalttäter auf einen einzelnen Aspekt wie antimuslimischen Rassismus oder Antisemi­tismus zu redu­zieren, wird dem Phänomen in seiner Komplexität jedoch nicht gerecht. Zugleich spielt eine solch verengte Perspek­tive dem Ziel der rechten Terroristen in die Hände: einer Spaltung und Entsolidarisierung der Gesellschaft. Ein entscheidendes Motiv, das spätestens seit dem sogenannten Mont­real-Massaker von 1989 expliziter Aufmerk­samkeit bedarf, ist der Antifeminismus. Die »Manifeste« von rechtsextremen Attentätern jüngeren Datums, wie etwa in Christchurch oder auch in Halle, zeigen deutlich, dass ex­pliziter Antifeminismus neben Frauen*hass und Homo- und Trans*feindlichkeit als Motiva­tion immer stärker zum Tragen kommt.
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