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„Gewerkschaft: Außer Konkurrenz" – LuXemburg 1/13


Mit Kurzarbeit und Abwrackprämie sind Beschäftigte in der Industrie ohne größere Entlassungswellen durch die Krise gekommen. Zeitlich verzögert ist nun der Öffentliche Dienst betroffen. Schuldenbremse, Fiskalpakt und Krisenkorporatismus schaffen neue Spaltungen – auch zwischen Gewerkschaften unterschiedlicher Sektoren. Doch wie steht es mit Organisationsmacht und politischer Handlungsfähigkeit? Wichtige Auseinandersetzungen finden in den letzten Jahren im Bereich sozialer Dienstleistungen statt; unverbunden noch, aber teils in kraftvollen Bündnissen zwischen Beschäftigten und denen, für die diese Arbeit geleistet wird. Liegen hier Ansätze einer (Re-)Organisierung, die Kämpfe um Arbeitsverhältnisse mit solchen um ein gutes Leben verknüpfen könnte? Ansprüche an gute Arbeit mit einem Umbau von Zeitregimen und Fragen einer sozial-ökologischen Transformation? Nicht nur an der Charité in Berlin lassen sich Praxen finden, die Ausstrahlungskraft über den konkreten Konflikt hinaus haben. Können diese auch zu einer Erneuerung der Gewerkschaften beitragen? LuXemburg 1/2013 fragt nach Ansätzen gewerkschaftlicher Erneuerung und Bündnissen, die über den betrieblichen Rahmen hinausweisen.

Das gesamte Heft als PDF gibt es hier [1] zum Download.

 

Inhalt

Editorial [2]

 

In der Krise

Heinz Bierbaum Eingebunden. Jenseits des Krisenkorporatismus [3]

Peter Birke Dezentrale Streiks als Krisenproteste [4]

Wolfgang Menz, Richard Detje, Sarah Nies, Dieter Sauer Entlegitimierung der Politik. Zum politisches Bewusstsein von Vertrauensleuten und Betriebsräten in der »permanenten Krise« [5]

Lars Henriksson Autos, Krise und Klimawandel in Schweden [6] (online)

Antje Blöcker Konversion. Ist der sozial-ökologische Umbau der Industrie in der betrieblichen Alltagspraxis angekommen? [7]

Sam Gindin und Leo Panitch Die große Erpressung. Subventionen und Zugeständnisse an die Automobilindustrie in den USA und Kanada [8] (online)

 

In Europa

Mehrdad Payandeh Rechnen für die Zukunft. Der Marshallplan des DGB [9]

Thomas Sablowski Gewerkschaften und Standortkonkurrenz: Der Fall General Motors/Opel [10]

Wolfgang Schäfer-Klug »Die größte Wirkung hatte immer, nicht lokal zu verhandeln«  [11]

Christoph Herrmann Ende des europäischen Sozialmodells. Zur Zerstörung von Arbeits- und Sozialrechten [12]

Miguel Sanz Alcantára Bezahlt wird nicht! Die SAT: Gewerkschaft im Spannungsfeld von Arbeitskampf, Politik und sozialer Bewegung [13]

 

In Erneuerung

Luigi Wolf »Patienten wegstreiken«. Arbeitskämpfe an der Charité [14] (online)

Magdalena Błedowska »Das weiße Städtchen«. Krankenschwestern streiken in Polen gegen die Privatisierung des Gesundheitswesens [15]

Laura Flanders Ziemlich beste Freunde? Bündnisse zwischen Pflegenden und Gepflegten in den USA [16]

Sam Gindin und Michael Hurley Angriff auf das Öffentliche. Soziale Dienstleistungen in Kanada unter Druck [17]

Berno Schuckart-Witsch Diakonie: Streikrecht erkämpfen. Aktuelle Auseinandersetzungen in kirchlichen Einrichtungen [18]

Catharina Schmalstieg Rein-Raus. Flexibel streiken [19]

Sabine Vogel Organizing als Ehrenamt. Die »Task Force Organizing« bei ver.di Stuttgart [20]

 

Debatte Arbeitszeit

Sybille Stamm Wem gehört die Zeit? [21]

 

Class & Care

Christine Lohr Interieur [22]

Emma Dowling Vom sozialen Wert. Austeritätspolitik, Big Society und die Krise in Großbritannien [23]

Haris Triandafilidou Unvollständige Emanzipation. Frauen in der neoliberalen Krisenbearbeitung in Griechenland [24]

 

Re:organisieren

Chema Ruíz »Eine Revolution braucht Organisationsstrukturen.« Kämpfe um das Recht auf Wohnen in Spanien [25]

Andrea Milat »Bildung ist keine Ware«. Studierendenbewegung und neue Linke in Kroatien [26]

 

Debatte

Mimmo Porcaro Occupy Leni [27]n

Jan Rehmann Verbindende Partei oder zurück zum »Bewegungskrieg«? [28]

Mario Candeias Eine Situation schaffen, die noch nicht existiert [29]

 

Kontrovers

Rainer Fischbach Grüner Sozialismus: Missglückte Einstiege [30]

 

April, 2013, 160 Seiten, 10 Euro