| Ende Gelände im Gerechtigkeitsdilemma

Warum der Kohleausstieg nicht bis 2040 warten kann

14. Mai 2016, Lausitz. Das Aktionswochenende, an dem das klimaaktivistische Bündnis »Ende Gelände« den Anti-Kohle-Protest in die Braunkohle-Region Lausitz tragen wollte, übertrifft alle Erwartungen. Ungefähr 4 000 Menschen aus 20 Ländern blockieren die Kohlebagger, Transportzüge und das Kraftwerk Schwarze Pumpe.
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| »We always have Paris«

Was vom Klimagipfel zu erwarten ist und was wirklich notwendig wäre

Der UN-Klimagipfel in Paris ist wichtig. Dennoch ist absehbar, dass das Pariser Abkommen weit hinter dem klimapolitisch Notwendigen zurückbleiben beziehungsweise stellenweise in eine fatale Richtung gehen wird. Was haben wir von Paris zu erwarten und was bräuchten wir wirklich?


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| Neue Energie für Amerika

Der Streit um Keystone XL, einer Erweiterung der Ölpipeline, die zwischen der Provinz Alberta im westlichen Kanada und den US-Bundesstaaten Illinois, Oklahoma und Nebraska verläuft , hat vor allem mit der außergewöhnlichen Bedeutung zu tun, die dem Projekt bei der Erderwärmung zukommt. Auch Präsident Obama erkannte diese an, als er im Juni dieses Jahres öffentlich verlautbaren ließ, er werde seine Zustimmung zum Bau von Keystone XL verweigern, sollten ForscherInnen zu dem Ergebnis kommen, dass die Fertigstellung »das Problem des CO2-Ausstoßes signifikant verschärfen« werde.
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| FÜR EINEN „PLAN C” IN ECUADOR – UMVERTEILUNG STATT ROHSTOFFABBAU

2007 schlug Ecuadors Linksregierung der internationalen Gemeinschaft die so genannte Yasuní-Initiative vor. Ecuador werde die Ölvorkommen im an Peru grenzenden Yasuní-Nationalpark unangetastet lassen, wenn sich die internationale Gemeinschaft im Gegenzug dazu verpflichte, dem Land die Hälfte der zu erwartenden Einnahmen zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise sollten Klima- und Umweltschutz solidarisch und international finanziert werden. Die Industriestaaten weigerten sich jedoch, zu einem solchen Fonds beizutragen.
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| Of Energy Struggles, Energy Transitions and Energy Democracy[1]

Foto: tjschloss/flickr

Abstract: Germany’s Energiewende, its comparatively rapid and multi-scalar move towards a more renewable energy system, is the subject of much international scrutiny and discussion. Within Germany, it has become clear that there are two paths that can be taken in this expansion of renewable energies: one that leads to large-scale installations (Desertec, off-shore windparks) under the continued control of the big energy companies; one that leads to an increasingly decentralised, increasingly democratic and socially responsive energy sector. In this paper, I try to analyse the contribution that social struggles ‘from below’ can make in this process, to what extent they can coalesce into a broader struggle for ‘energy democracy’.
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| Plan B? Ökologie für Alle!

Zukunft Nr. 1: »Berlin im Winter 2050. Erkältungswellen und Grippeepidemien als Folgen der durch die Energie- und Wärmerationierungen verursachten unzureichenden Heizmöglichkeiten […] bei gleichzeitig eisigen Außentemperaturen sowie der für die Mehrheit der Bevölkerung kaum mehr erschwingliche Kraftfahrzeugverkehr haben zu massiver Unzufriedenheit in weiten Teilen Deutschlands geführt. Folge sind gewalttätige Ausschreitungen und Demonstrationen. [Die Regierung ist] gewarnt durch die ›ProMobilitätsbewegung‹ aus dem Jahre 2048, in der es einer breit organisierten Bürgerinitiative gelungen war, […] eine bisher einmalige Staatskrise der Bundesrepublik Deutschland zu verursachen«. (BAKS 2008, 10)

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| Auf allen Ebenen

Ökofeminismus und Ökosozialismus

Wie sich Strategien und Taktiken der Klimagerechtigkeitsbewegung von denen anderer Umweltbewegungen unterscheiden, zeigt sich in den – überraschenden – Orten der Auseinandersetzungen: etwa Charleston, West Virginia. Gruppen wie Coal River Mountain Watch oder Climate Ground Zero müssen auf unterschiedlichen politischen Ebenen gleichzeitig agieren; lokale Proteste gegen die Sprengung von Bergkuppen (mountaintop removal) führten sie bis in die Landeshauptstadt.
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| VERGESELLSCHAFTUNG VON ENERGIE

REVOLUTIONÄRE REALPOLITIK IN DER VIELFACHKRISE

Kaum eine Minute in unserem Leben vergeht, in der wir nicht wie selbstverständlich auf sie zurückgreifen: beim Griff zum Lichtschalter, der warmen Dusche, dem Anschalten des Computers, dem Kochen einer Mahlzeit etc. Die Bedeutung von Energie in unserem Alltag ist so groß, dass wir nicht entscheiden können, ob wir Energie verbrauchen wollen, sondern bestenfalls, woraus die Energie gewonnen wird und von wem wir sie kaufen.
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| Energiekämpfe in Nigeria

 von Sokari Ekine

Am 31.12.2011 verkündete Jonathan Goodluck, Präsident Nigerias, die sofortige Aufhebung der staatlichen Subventionen für Treibstoff. Mit den Einnahmen solle die Korruption in der Ölindustrie – der größten und strukturell korruptesten Industrie des Landes – bekämpft werden . Was beschwichtigend gedacht war, brachte den Großteil der nigerianischen Bevölkerung nur noch mehr auf. Waren nicht schon Milliarden Dollar seit Jahrzehnten in die Taschen der transnationalen Konzerne, von Regierungsbeamten und nigerianischen kleinen Eliten geflossen, von denen doch bitte die Korruptionsbekämpfung bezahlt werden könne?
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| ENERGIESOUVERÄNITÄT FÜR ECUADOR

Im Jahr 2009 wurde der Strom in Ecuador wieder rationiert. Ende desselben Jahres betrug das Energiedefizit 4000 Megawattstunden. Der Strommangel wirkt sich auch auf das Bruttoinlandsprodukt des Landes aus – was leicht vorauszusehen war: Der Bedarf wuchs ständig, das Angebot blieb nahezu gleich. Die Energiekrise war abzusehen: Eine heftige Dürre, die auch andere südamerikanische Staaten traf, ließ die Situation eskalieren, besonders im Süden Ecuadors.
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