| Was bleibt von den Piraten?

Was bleibt von den Piraten und ihrer Partei? Immer wieder taucht diese Frage auf. Gerade vor Wahlen. Sie ist insofern spannend, als sie zu Überlegungen anregt, wie es eigentlich zu den Piraten kommen konnte und was der kurze, heiße Erfolg dieser Partei über die gegenwärtige politische Landschaft verrät. Nicht zuletzt lohnt es darüber nachzudenken, was aus den Piraten und ihrem politischen Projekt gelernt werden kann.
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| Die Geburt der künstlich künstlichen Intelligenz

Crowdwork, Prekarisierung und digitale Selbstorganisierung

Im Jahr 2001 fand die NASA eine innovative Antwort auf ein altes Problem: Die US-amerikanische Weltraumbehörde hatte zahlreiches und hoch auflösendes Fotomaterial vom Mars zu kartografieren. Eine computerisierte Lösung war nicht möglich und die Angestellten der Behörde hätten Monate mit der Aufgabe verbracht. Also entschied sich die NASA für eine neue Art des Outsourcing: Crowdsourcing.
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| »Smarte neue Welt« – LuXemburg 3/2015


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| Die Roboter kommen, die Arbeit geht?

Auswirkungen auf Beschäftigung

Seit einiger Zeit häufen sich Publikationen, die eine umfassende Verdrängung menschlicher Arbeit aus den gesellschaftlichen Produktions- und Dienstleistungsprozessen in Folge eines neuen Schubs der Digitalisierung und Automatisierung vorhersagen. Genannt seien Brynjolfsson und McAfee (2014), Frey und Osborne (2013) und die darauf beruhenden Studien von Bowles (2014) sowie von Brzeski und Burk (2015).
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| Kollektive Kreativität

Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse im digitalen Kapitalismus

Die Debatte um Industrie4.0 und das neue Maschinenzeitalter wird meist technizistisch verkürzt geführt. In sozio-technischen Systemen ist nach wie vor menschliche Arbeit die wichtigste Produktivkraft. Ihre Stellung verändert sich jedoch. Marx erahnte in Grundrisse eine Entwicklung, in der der Arbeiter »neben den Produktionsprozess« tritt, »statt sein Hauptagent zu sein« (MEW 42, 601). Er wird zum »Wächter und Regulator« (ebd.).
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| Gegen den Circle-Schluss

»Wir erschaffen eine Welt, die jeder betreten darf, […] in der jeder, an jedem Ort, seine oder ihre Überzeugungen ausdrücken darf, egal wie einzigartig sie sein mögen, ohne Furcht davor, zum Schweigen oder zur Anpassung gezwungen zu werden«, schrieb John Perry Barlow 1996 in seiner berühmten Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace. Bevor das Internet allgegenwärtige Realität war, inspirierte es zum Träumen. Zu einem Traum vom virtuellen Raum, der alle gleich und doch frei machen würde, in dem es keine Herrschaftsverhältnisse und keine Kontrolle gäbe (vgl. Barlow 1996).
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| Smart City zwischen neoliberaler Stadtplanung und Infrastruktursozialismus

Demnächst online

| Podemos und die neuen Medien

Es gibt die weit verbreitete Ansicht, digitale Netzwerke seien unabhängige Technologien mit einem inhärenten Potenzial für gesellschaftliche Veränderung, kollektives Handeln und politische Teilhabe. Von dieser Auffassung existieren verschiedene Spielarten, denen aber häufig dasselbe Muster zugrunde liegt: ein Technik-Determinismus, der außerdem mit einem Technik-Fetischismus oder – in den Worten von César Rendueles – mit einem Cyberfetischismus (2015a) verknüpft ist.
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| Gefährliche Liebschaften: Die IG Metall und die Industrie 4.0

Wir leben schon heute in einer digitalisierten Gesellschaft, in der die Nutzung von Smartphones, Laptops und Navigationssystemen zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Auch in der Arbeitswelt ist seit langem vieles digitalisiert. Wenn heute von einer Digitalisierung der Arbeit oder Industrie 4.0 gesprochen wird, ist eine neue Qualität der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologie gemeint.

Als Kern der Digitalisierung der Industrie wird die Einführung von cyber-physischen Systemen (CPS) beschrieben, durch die sich „intelligente“ Maschinen, Betriebsmittel und Lagersysteme in der Produktion eigenständig per Softwarealgorithmen steuern.
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| Die Welt Hacken

Warum Hacktivismus ein Einstiegsprojekt ist

Kämpfe auf analogem wie digitalem Terrain lassen sich entlang ihrer unbewussten oder bewussten strategischen Ausrichtungen gruppieren. Auf dem Feld der Internet- und Kommunikationstechnologie erstrecken sich diese zwischen den Polen Verweigerung und subversive Affirmation. Die Verweigerung steht in der Kontinuität etwa feministischer Technikkritik oder auch radikaler (ökologischer) Wachstumskritiken, die technischen Fortschritt untrennbar mit ressourcenfressenden und lebenszerstörenden Wachstumsraten identifizieren (vgl. etwa Ullrich 1979).
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