| Alle Artikel von Alberto Garzón

| Im Zweifel Populismus

Juli 2015
Ein Gespräch mit Alberto Garzón und Íñigo Errejón

Gespräch über Podemos und die Gefahren populistischer Politik

Beide Gesprächspartner gehen für Spanien von einer »populistischen Situation« aus, interpretieren den Impuls der 15M-Bewegung jedoch unterschiedlich. Íñigo Errejón hält populistische Elemente wie den Begriff der »echten Demokratie« oder auch den der »Kaste«, wie er in den spanischen Auseinandersetzungen verwandt wird, um den Gegner zu markieren, für politisch wichtig. Solche »leere Signifikanten« (Laclau/Mouffe) seien zentral, um einen neuen »Volkswillen« (Gramsci), einen gemeinsamen Bezugspunkt der Subalternen zu konstituieren. Garzón verweist dagegen auf die Gefahren, die solche populistisch konstitutierte Gemeinsamkeiten mit sich bringen: Diese seien notwendig sehr allgemein und unscharf in der Analyse der zu bearbeitenden Probleme. Auch bewegen sie sich jenseits von Differenzen innerhalb der Subalternen. Nach der populistischen Situation müssen jedoch auch die nächsten Schritte gegangen, Perspektiven tatsächlich verbunden werden. Dies sei eine große Herausforderung.
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| »Es geht uns um eine umfassende Transformation unseres politischen Systems«

Juni 2014
Von Alberto Garzón

Interview mit Alberto Garzón über Podemos und Perspektiven der Pluralen Linken nach dem Wahlerfolg in Spanien

Die Plurale Linke, ein Wahlbündnis der Vereinigten Linken (Izquierda Unida – IU) mit linken Regionalparteien, konnte bei den Wahlen zum Europäischen Parlament ihr Ergebnis gegenüber den letzten Wahlen verdreifachen. Sie schickt nun sechs Abgeordnete nach Strassburg. Eigentlicher Überraschungssieger aber ist die aus den Krisenprotesten hervorgegangene Plattform Podemos (»Wir können«) mit ihrem Spitzenkandidaten Pablo Iglesias. In nur vier Monaten seit ihrer Gründung erreichte sie ein Ergebnis, das ihnen fünf Abgeordnete beschert. Kommt es nun zu einer weiteren Zersplitterung oder einer Konvergenz der Linken?
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