| »Weltkrisenpolitik« – Luxemburg 3/2014 im Druck

Dezember 2014

Liebe Leserinnen und Leser,

die neue Ausgabe der LuXemburg ist im Druck. Leider kann die Druckerei wegen der besonderen Auftragslage zum Jahreswechsel nicht mehr vor den Feiertagen ausliefern. Auf die Printausgabe müsst ihr deshalb noch etwas warten. Unser Vertrieb wird voraussichtlich am 5. Januar mit der Verschickung beginnen. Damit ihr zwischen den Jahren trotzdem gemütlich mit der neuen LuXemburg auf dem Sofa sitzen könnt, gibt es die elektronische Ausgabe schon jetzt.

Wie immer viel Spaß beim Lesen, entspannte Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr wünscht,

die LuXemburg-Redaktion

LUXEMBURG 3/2014 »WELTKRISENPOLITIK«
| mehr »

| Hegemony in the Making. Deutschland auf dem Weg zum politischen Riesen

Dezember 2014
Von Rainer Rilling

Deutschland ist wirtschaftlich ein Riese, politisch aber ein Zwerg. Diese These hat seit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im konservativen Lager seinen festen Ort und ist gleichsam die Basisannahme eines Jahrhunderts deutscher Außen- und Sicherheitspolitik. Sie kennt in der Tradition der sogenannten realistischen Schule der internationalen Politik letztlich nur ein Problem: Wie eigentlich bekommt in der aktuellen Staatenwelt mein Staat mehr Sicherheit und Macht? Wie kann er sich im Kampf um Selbstbehauptung in der anarchisch-ungastlichen internationalen politischen Ordnung und der kapitalistischen Konkurrenz durchsetzen, also Hegemonie oder ein Primat erreichen, bewahren und ausbauen?
| mehr »

Transformation »

| Wer hört die Subalterne? Rück- und Ausblick

Kann die Subalterne sprechen? geht auf einen Vortrag von mir mit dem Titel Macht und Begehren (Power and Desire) vom Sommer 1983 zurück. Ich versuchte gerade, mich aus dem Bann von Foucault und Deleuze zu befreien. Zugleich war dies wohl der Zeitpunkt, an dem sich Derrida der Politik zuzuwenden begann. Im Zentrum meines Schaffens stand damals die französische Theorie, standen Yeats und Marx – ich war auf Europa konzentriert. Aber ich spürte, dass die Zeit reif war für eine Veränderung. In meiner anfänglichen Euphorie wandte ich mich dahin, woher ich gekommen war, ich besann mich auf die (soziale) Klasse, aus der ich stammte.
| mehr »

Demokratie »

| KONTROVERS: Partizipation und Demokratie

Von liberaler Herrschafts­sicherung zur präsentischen Demokratie

Von Isabell Lorey

Die Frage der Partizipation taucht in repräsentativen Demokratien in der Regel dann auf, wenn jener wieder einmal eine Krise attestiert wird. Immer weniger BürgerInnen wollen sich in Parteien engagieren. Wenn sie politisch aktiv sind, dann eher in lokalen Plattformen, für Volksentscheide oder bei Protesten für oder gegen Infrastrukturprojekte. Das Engagement orientiert sich daran, das Lokale mitzugestalten, die Orte, an denen man lebt und gegebenenfalls auch arbeitet. Das kann demokratische Selbstorganisierung bedeuten, die zugleich im Interesse von Politik und Planung ist.
| mehr »

Re:Organisieren »

| »Dass wir die absolute Mehrheit anstreben, ist Ausdruck einer Notwendigkeit.«

Der 36-jährige Journalist und Hochschullehrer Pablo Iglesias ist die zentrale Figur der neuen spanischen Linkspartei Podemos. Durch seine Fernsehauftritte und die scharfe Kritik von Neoliberalismus, Troika-Diktaten und politischer Korruption hat Iglesias die erst im Januar entstandene Partei in wenigen Monaten zum zentralen Akteur der spanischen Politik gemacht. Podemos, die sich selbst als Verlängerung der großen 15M-Protestbewegung von 2011 versteht, hat realistische Chance, die Wahlen im kommenden Jahr zu gewinnen. Dabei wird aber auch der Widerspruch zwischen linker Programmatik und einem bemüht moderaten oder sogar unpolitischen Auftreten immer größer.
| mehr »